Peru: Vier Kinder nach Fledermausbissen gestorben
zuletzt aktualisiert: 14.08.2010 - 12:30Lima (RPO). Nach Bissen von blutsaugenden Vampirfledermäusen sind in Peru mindestens vier Kinder an der Tollwut gestorben. Bis Ende Juli mussten in der Region mehr als 500 Menschen nach Fledermausbissen behandelt werden.
Die zwischen vier und zehn Jahre alten Opfer gehörten zum indianischen Stamm der Awajun, die im Amazonas-Dschungel an der Grenze zu Ecuador leben, wie das Gesundheitsministerium in Lima am Freitag (Ortszeit) mitteilte.
Sie seien von den Tieren mit Infektionskrankheiten angesteckt worden. Das Gesundheitsministerium entsandte ein Wander-Impfteam in die Gegend. Die Ausbreitung der Tollwut sei aber "unter Kontrolle".
Bei der Tollwut handelt es sich um eine fast immer tödlich verlaufende Virusinfektion, die in einigen Regionen Perus von blutsaugenden Vampirfledermäusen übertragen wird. Die Tiere ernähren sich neben Insekten hauptsächlich von Rinderblut. Manchmal fallen sie aber auch Menschen an, die in der Umgebung von Rindern leben.
An der Tollwut waren nach Fledermausbissen zwischen Ende 2009 und Anfang 2010 bereits sieben Kinder in Peru gestorben.
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