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Frankreich und Portugal: Vier mutmaßliche ETA-Mitglieder gefasst

zuletzt aktualisiert: 10.01.2010 - 08:45

Madrid (RPO). Laut spanischen Presseberichten sind bei Einsätzen in Frankreich und Portugal vier mutmaßliche Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation ETA gefasst worden. Bei einer Routinekontrolle nahe der Grenze zu Portugal sprang der Fahrer eines verdächtigen Lieferwagens in das Polizeiauto und flüchtete. In Portugal konnte er aber gefasst werden.

Im spanischen Bermillo de Sayago unweit der Grenze zu Portugal hätten Polizisten am Samstag bei einer Routinekontrolle einen Lieferwagen mit französischem Kennzeichen gestoppt, der ihnen verdächtig vorgekommen sei, berichtete die spanische Zeitung "El Mundo" in ihrer Online-Ausgabe. Der Fahrer habe die Beamten beiseite gestoßen und sei mit dem Polizeiwagen davongefahren. Er sei aber schließlich in Portugal festgenommen worden.

Der Lieferwagen war dem Bericht zufolge mit Sprengstoff beladen. Kurz nach dem Vorfall stoppte die Polizei eine mutmaßliche Komplizin des Festgenommenen, die ebenfalls in einem Wagen mit französischem Nummernschild unterwegs gewesen sei. Zur Identität der Festgenommenen machte "El Mundo" keine Angaben.

Kurz zuvor hatten "El Mundo" und "El País" die Festnahme von zwei mutmaßlichen ETA-Mitgliedern im Zentrum von Frankreich gemeldet. Die Verdächtigen, ein Mann und eine Frau, hätten sich einem mutmaßlichen Waffenversteck der ETA in einer Bergregion in der Nähe von Clermont-Ferrand genähert, berichteten die Zeitungen unter Berufung auf spanische Anti-Terror-Ermittlerkreise. Laut "El Mundo" handelt es sich bei den Festgenommenen um Iñaki Iribarren Galbetep und Eider Uruburu Zabaleta, zwei der meistgesuchten ETA-Mitglieder.

Die von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestufte ETA kämpft seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs. Dabei starben mehr als 820 Menschen. In den vergangenen Jahren waren wiederholt mutmaßliche hochrangige ETA-Mitglieder festgenommen worden, vor allem in Frankreich.

Quelle: AFP/jre

 
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