Viele Verletzte: Vulkanausbruch in Ecuador
zuletzt aktualisiert: 17.08.2006 - 16:22Hannover/Quito (rpo). Der 5020 Meter hohe Vulkan Tungurahua in Ecuador ist ausgebrochen. Aus dem Berg am Osthang der Anden ergießen sich Lavaströme. Mehrere Menschen wurden verletzt.
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover beobachtet den Ausbruch. Der BGR-Mitarbeiter Michael Lindemann, der sich gegenwärtig in Ecuador aufhält, betrachtet die gewaltige Eruption aus einem 12 Kilometer entfernten seismologischen Observatorium: "Man hört ein ständiges Donnern und Grollen. Die Scheiben klirren bei jeder heftigen Explosion", sagt Lindemann.
Beim letzten großen Ausbruch des Tungurahua im Jahr 1999 mussten die Kleinstadt Banos und Umgebung, insgesamt über 20.000 Menschen, evakuiert werden. Seitdem sind in unregelmäßigen Abständen immer wieder kleinere Eruptionen beobachtet worden. Erst im Juli 2006 kam es erneut zu starken Rauch- und Ascheausstößen, die auf eine bevorstehende größere Eruption hindeuteten.
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