42 Tote nach Flugzeugabsturz in China: Waren Flughafen und Flugzeug nicht sicher?
zuletzt aktualisiert: 25.08.2010 - 16:26Peking (RPO). Nach der Bruchlandung eines chinesischen Verkehrsflugzeugs am Dienstag sind frühere Zweifel an der Sicherheit des Flughafens und des eingesetzten Flugzeugtyps bekanntgeworden. Die Fluggesellschaft China Southern hat schon vor einem Jahr alle Starts und Landungen in Yichun auf den Tag verlegt.
Des Weiteren hatte Henan Airlines, der die Unglücksmaschine gehörte, der Flugaufsichtsbehörde im Juni von Rissen in den Triebwerken des verunglückten Flugzeugtyps Embraer E-190 und fehlerhaften Meldungen in den Flugkontrollsystemen berichtet.
Flugschreiber geborgen
Eine mit 91 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern besetzte Maschine der Fluggesellschaft Henan war am Dienstag bei dichtem Nebel über die Landebahn hinaus geschossen und in Flammen aufgegangen. 42 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. 54 Insassen überlebten verletzt, darunter auch der Pilot. Der konnte aufgrund seiner Verletzungen noch keine Angaben zur Bruchlandung machen. Die beiden Flugschreiber der Maschine seien am Mittwoch geborgen worden, berichtete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.
Bereits im vergangenen August hat China Southern sich gegen nächtliche Starts und Landungen in Yichun entschieden. Ein im Internet veröffentlichtes Dokuments der Airline formuliert Bedenken bezüglich der Lage des in einem bewaldeten Tal liegenden Flughafens, der Runway-Beleuchtung und der dort vorherrschenden Wind- und Wetterbedingungen. "Grundsätzlich sollte es keine Nachtflüge von und nach Yichun Airport geben", lautet die Empfehlung darin.
Der Flughafen wurde vor etwa einem Jahr in Betrieb genommen. Das Verkehrsaufkommen ist gering. Die Linienflüge von China Southern und Henan sind die einzigen regelmäßigen, täglichen Verbindungen.
Fehlerhafte Informationen
Im Juni hatte hat eine von der Luftfahrtaufsichtsbehörde herausgegebene Zeitschrift darüber berichtet, dass Henan die Kontrolleure über Probleme mit seinen Jets des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer unterrichtet hat. Demnach berichtete die Fluggesellschaft über Risse in den Triebwerksturbinen und über fehlerhafte Informationen, die in den Flugkontrollsystemen der Maschinen erschienen. Die Probleme seien in Gesprächen mit dem Triebwerkshersteller General Electric und Beamten der Flugaufsichtsbehörde erörtert worden, hieß es.
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