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Zehnjähriger in Amerika vor Gericht: Weil er seine Mutter ermordet haben soll

zuletzt aktualisiert: 04.01.2011 - 10:29

Millersburg/USA (RPO). Ein zehn Jahre alter Junge muss sich wegen des mutmaßlichen Mordes an seiner Mutter im US-Staat Ohio vor Gericht verantworten. Ein Haftrichter entschied am Montag, dass das Kind vorerst in Jugendarrest bleiben muss.

Gewissenskonflikte entbinden gläubige Menschen nicht unbedingt von beruflichen Aufgaben, entschied das Freiburger Arbeitsgericht.  Foto: ddp, ddp
Gewissenskonflikte entbinden gläubige Menschen nicht unbedingt von beruflichen Aufgaben, entschied das Freiburger Arbeitsgericht. Foto: ddp, ddp

Der Zehnjährige habe die Tat einer Nachbarin gestanden, sagte der Sheriff von Holmes County, Tim Zimmerly. Diese habe daraufhin die Behörden informiert. Sanitäter hätten die 46-jährige Mutter am Sonntagabend tot in ihrem Wohnzimmer in der Ortschaft Big Prairie aufgefunden, sagte Zimmerly. Ihre Leiche habe eine Schussverletzung am Kopf aufgewiesen.

"Er war kein schlechtes Kind"

Ein anderer Nachbar sagte, der Junge habe des öfteren ihren Swimmingpool benutzt. "Er war kein schlechtes Kind", erzählte er. Manchmal habe der Junge Probleme in der Schule gehabt, aber er habe nicht im Traum daran gedacht, dass der Junge seine Mutter erschießen werde.

Staatsanwalt Steve Knowling sagte, der Junge müsse sich vor Gericht nach dem Willen der Behörden nicht als Erwachsener verantworten. Verteidiger Andrew Hyde kündigte an, die Freilassung des Zehnjährigen erreichen zu wollen, damit dieser bei einem Angehörigen untergebracht werden könne. Hyde erklärte, ihm lägen keine Einzelheiten vor, daher könne er bislang nicht sagen, ob es sich um einen Unfall handele.

Der 21-jährige Bruder des Jungen beschrieb seine Mutter als liebevollen Menschen, der sich um geistig Behinderte gekümmert habe. Zu der Tat wollte er keine weitere Stellungnahme abgeben.

"Wir haben es hier nie mit Mordfällen zu tun"

Staatsanwalt Knowling erklärte, ein vergleichbarer Fall sei ihm in den vergangenen zwanzig Jahren seiner Laufbahn nicht untergekommen. "Wir haben es hier nie mit Mordfällen zu tun. Punkt." Der Autopsiebericht wurde für (heutigen) Dienstag erwartet.

Die 15 Jahre alte Tochter der Erschossenen wurde bei Verwandten untergebracht. Es blieb zunächst unklar, ob sie Zeugin der Tat wurde

Quelle: ap/csh

 
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