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air force one panorama afp 2009
  Foto: US AIR FORCE, AFP
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Flugzeuge über New York: Weißes Haus entschuldigt sich

zuletzt aktualisiert: 28.04.2009 - 19:22

New York (RPO). Mit einem Tiefflug über Manhattan hat eine US-Präsidentenmaschine in New York Panik ausgelöst und Erinnerungen an die Terroranschläge vom 11. September 2001 wachgerufen. Nach Angaben der Behörden diente das Manöver jedoch lediglich zu Fotoaufnahmen. Das Weiße Haus entschuldigte sich für den Vorfall. Obama selbst bezeichnete diesen als Fehler.

Das Flugzeug des Präsidenten kreiste über New York.  Foto: AP, AP
Das Flugzeug des Präsidenten kreiste über New York. Foto: AP, AP

Menschen flohen am Montagmorgen entsetzt aus ihren Büros, als die Boeing 747 begleitet von zwei Kampfjets eine halbe Stunde lang über der New Yorker Innenstadt kreiste. Die Maschine, ein Ersatzflugzeug für die von US-Präsident Barack Obama genutzte Präsidentenmaschine Air Force One, überflog den Süden von Manhattan und den Hudson-River mit der Freiheitsstatue. Obama war nach Angaben des Weißen Hauses nicht an Bord. Begleitet wurde das Flugzeug von zwei F-16-Kampfjets.

Da die Flugzeuge deutlich niedriger als üblich über New York flogen, lösten sie in der Bevölkerung Panik aus. Mehrere Büros wurden nach Polizeiangaben vorsorglich geräumt. Der Lokalsender NY1 berichtete über zahlreiche Anrufe beunruhigter Bürger, die einen neuen Terroranschlag befürchteten.

Das Manöver hatte nach Angaben eines Luftwaffensprechers einen harmlosen Hintergrund: Obamas Flugbereitschaft im Verteidigungsministerium habe Fotoaufnahmen machen wollen. Der Flug sei mit der Luftfahrtbehörde FAA und den New Yorker Behörden abgesprochen gewesen. Ein FAA-Sprecher bestätigte die Angaben.

Bürgermeister und Obama wütend

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, bei denen Luftpiraten zwei Passagiermaschinen in das World Trade Center steuerten, zeigten viele New Yorker nur wenig Verständnis für das ungewöhnliche Manöver. "Ich war hier am 11. September. Ich habe mitangesehen, wie tausende Menschen starben", sagte ein Börsenhändler. "Deshalb gefällt es mir nicht, wenn ich von einer militärischen Foto-Aktion überrascht werde."

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg sagte, er sei "ärgerlich, um nicht zu sagen wütend" über den Vorfall. Er versicherte während einer Pressekonferenz, dass er nicht vorab über das Flugmanöver informiert worden sei: "Sie wollten nicht, dass sich das herumspricht, das ist lächerlich und absurd." Warum das Verteidigungsministerium Fotos "ausgerechnet am Ort der Tragödie des World Trade Center" machen wollte, übersteige seine Vorstellungskraft.

Auch Obama wurde Verlautbarungen zufolge offenbar nicht vorab über den Flug informiert und reagierte wütend, als er davon erfuhr. Der Präsident erklärte später, ein solcher Vorfall werde sich nicht wiederholen.

Weißes Haus entschuldigt sich

Das Weiße Haus entschuldigte sich für den Vorfall. Auch wenn die Behörden der Stadt und des Staates New York und des angrenzenden Bundesstaates New Jersey vorab informiert worden seien, sei "klar, dass der Einsatz Verwirrung und Störungen verursacht" habe, erklärte der Leiter der militärischen Abteilung im Weißen Haus, Louis Caldera, in Washington. "Ich entschuldige mich und übernehme die Verantwortung für jegliches Leid, das der Flug verursacht hat", fügte er hinzu.

Quelle: AFP

 
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