100.000 Menschen zur Flucht aufgefordert: Weitere Städte in Pakistan von Flut bedroht
zuletzt aktualisiert: 31.08.2010 - 12:09Thatta (RPO). In Pakistan drohen zwei weitere Städte mit insgesamt 100.000 Einwohnern in den Fluten zu versinken. Die Wassermassen des über die Ufer getretenen Flusses Indus strömten auf Jati und Choohar Jamali zu, teilte am Dienstag ein Behördensprecher mit.
In den im Süden des Landes gelegenen Städten leben insgesamt rund 100.000 Menschen. Sie seien aufgefordert worden, ihre Häuser und auch ihre jeweilige Stadt zu verlassen, sagte der Behördensprecher und versprach zugleich: "Wir versuchen alles, um die zwei Städte zu retten."
Viele Einwohner flüchteten sich ins nahegelegene Thatta, das von den Behörden inzwischen wieder als sicher angesehen wird. Aus Angst vor den Fluten des Indus war die 300.000-Einwohner-Stadt am Wochenende komplett evakuiert worden. Inzwischen konnten die Menschen wieder in ihre Häuser zurück. Zudem strömen auch Flüchtlinge aus umliegenden bedrohten Ortschaften wie Jati und Choohar Jamali nach Thatta.
Pakistan kämpft seit nunmehr mehr als einem Monat gegen die schlimmsten Überschwemmungen seiner Geschichte. Noch immer ist das Ausmaß der Katastrophe nicht absehbar. Schätzungen der UNO zufolge sind bis zu 20 Millionen Menschen von den Fluten betroffen. Rund ein Fünftel des gesamten Staatsgebietes wurde überschwemmt. Die Regierung gab die Zahl der Todesopfer am Dienstag mit 1645 an.
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