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Warnung vor Katastrophe
"Weltuntergangsuhr" zeigt drei vor zwölf

"Weltuntergangsuhr" zeigt drei vor zwölf
Das "Mitteilungsblatt der Atomwissenschaftler" präsentiert die "Weltuntergangsuhr". FOTO: ap
Stanford . Für die Menschheit ist es weiter "drei vor zwölf": Das "Mitteilungsblatt der Atomwissenschaftler" beließ die Zeit auf seiner "Weltuntergangsuhr" am Dienstag auf dem aktuellen Pendelschlag.

Zunehmende Spannungen zwischen Russland und den USA, Nordkoreas jüngster Nukleartest und der Mangel an aggressiven Schritten gegen den Klimawandel setzten der Erde immense Gefahren aus, warnten die Forscher.

Die Uhr soll anzeigen, für wie katastrophenanfällig Wissenschaftler die Welt halten. Mit Blick auf die aktuelle Lage sagte Lawrence Krauss, Vorsitzender des Förderkreises des "Mitteilungsblatts", die Atomeinigung mit dem Iran und der Klimadeal von Paris seien zwar gute Nachrichten. Doch dies würde durch nukleare Bedrohungen wie die Spannungen zwischen den Atommächten Indien und Pakistan geschmälert.

Zudem sei ungewiss, ob der Pakt von Paris zu konkreten Schritten zur Reduzierung der Treibhausemissionen führen werde.

Das "Mitteilungsblatt der Atomwissenschaftler" wurde erstmals 1945 von Forschern der Universität von Chicago erstellt, die an der Entwicklung der ersten Atomwaffen beteiligt waren. Zwei Jahre später wurde die "Weltuntergangsuhr" geschaffen.

(lukra/ap)
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