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neuseeland erdbeben trauergottesdienst panorama 2011
  Foto: AP, AP
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Trauergottesdienst nach Beben in Christchurch: "Wir werden wieder auferstehen"

zuletzt aktualisiert: 27.02.2011 - 09:23

Christchurch (RPO). Nach dem schweren Erdbeben im neuseeländischen Christchurch hat die Polizei ihre Angaben zu den Opferzahlen korrigiert: Insgesamt gäbe es rund 200 Tote, sagt Bezirkspolizeichef Dave Cliff. Bislang seien 147 Tote bestätigt, mehr als 50 Menschen würden noch vermisst. Am Sonntag nahmen die Menschen in einem Trauergottesdienst Abschied.

Cliff trat damit Angaben entgegen, wonach noch mehr als 200 Menschen als vermisst galten, was eine Zahl von mehr als 300 Toten befürchten ließ. Die Zahl der geborgenen Toten und die der noch Vermissten sei zur Vermisstenzahl zusammengerechnet worden.

Gläubige versammelten sich am Sonntag in Christchurch zu Gedenkgottesdiensten für die Opfer der Naturkatastrophe. Die Kirchen der Stadt gehören zu den von dem Beben am stärksten betroffenen Gebäuden.

"Wir werden wieder auferstehen"

Vor der beschädigten Kirche St. Barnabas feierten Gemeindemitglieder eine Messe unter freiem Himmel. "(Diese Stadt) heißt nicht umsonst Christchurch", sagte Pfarrer Philip Robinson. "Wir werden wieder auferstehen."

Die anglikanische Erzbischöfin von Christchurch, Victoria Matthews, forderte die Menschen auf, ihre Trauer über die Katastrophe vom Dienstag zuzulassen und sie so zu verarbeiten. "Leugnen Sie nicht ihren Schmerz, behaupten Sie nicht, dass Sie nicht traumatisiert sind", sagte sie dem Sender Radio New Zealand. "Akzeptieren Sie, dass sie die härtesten Tage in ihrem ganzen leben durchgemacht haben, aber akzeptieren Sie auch, dass es Heilung und Fülle gibt, wenn Sie darauf hinarbeiten."

Die Kathedrale von Christchurch wurde bei dem Erdstoß der Stärke 6,3 am vergangenen Dienstag stark beschädigt. In den Trümmern der Kirche vermuten Rettungsmannschaften die Leichen von bis zu 22 Menschen.

"Während unsere Bürger sich an diesem Sonntag auf den Weg zu den Kirchen machen, werden sie von Millionen Gebeten aus der ganzen Welt begleitet", sagte Bürgermeister Bob Parker. "In diesem Moment werden wir getröstet von den Gedanken und Gebeten von so vielen."

Am vergangenen Dienstag war Christchurch zur Mittagszeit von einem Beben der Stärke 6,3 erschüttert worden. Zuletzt hatten Rettungskräfte am Mittwoch Überlebende aus den Trümmern der eingestürzten Gebäude geborgen. Seitdem gab es keine Lebenszeichen mehr. Es war die schlimmste Katastrophe in Neuseeland seit 1931, als bei einem Erdbeben 256 Menschen ums Leben kamen.

Quelle: AFP/apd

 
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