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WNBR 2015
Die Nacktradler sind wieder los

World Naked Bike Ride 2015: Nackt-Protest gegen Autos
World Naked Bike Ride 2015: Nackt-Protest gegen Autos FOTO: afp, FP/ii
Düsseldorf. Seit einigen Tagen sind sie wieder unterwegs, denn im Juni ist Saison: Hunderte Nacktradler machen weltweit die Städte unsicher. Schon seit 2001 vermischt sich beim "World Naked Bike Ride" auf ziemlich einzigartige Art politischer Protest mit Nacktkultur und Spaß am Aufruhr.

Nackt-Alarm in etlichen Metropolen der Welt: Auch 2015 haben sich wieder Aktivisten eingefunden, die nur mit Helm und vielleicht Rucksack bekleidet und sonst nur einem Drahtesel unter dem nackten Po für Klimaschatz und Mobilität mit alternativen Verkehrsmitteln demonstrieren. Bevor es losgeht, bemalen sie ihre Körper mit Sprüchen wie "Rettet die Erde" oder "Weniger Gas, mehr Hintern".

Jedes Jahr im Juni organisieren sie sich unabhängig voneinander. Bemerkenswert ist die Internationaliät: Zu sehen sind die Nackt-Aktivisten in Ländern auf mehreren Kontinenten, etwa Venezuela, Brasilien, Australien Kanada oder den USA, aber auch in Europa.

London gilt als Hauptstadt des Naked Bike Rides, Saragossa als sein Geburtsort. In Deutschland fristet das Nacktradeln ein vergleichsweise tristes Dasein. Im vergangenen Jahr wurde es in Leipzig sogar gerichtlich verboten – aus Sorge um die öffentliche Ordnung.

Das Anliegen der Aktivisten, das das Event auch zur Demonstration machen soll, ist überall dasselbe: Sie wollen mit ihrem Radel-Happening darauf aufmerksam machen, dass das Fahrrad als ein kluges und alternatives Verkehrsmittel im Stadtverkehr sein kann.

Auch das Nacktsein hat dabei einen Sinn: Es soll zeigen, wie schutzlos die Radfahrer im Straßenverkehr unterwegs sind.

 
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