Golf von Mexiko: Wohl noch 254 Millionen Liter Öl im Meer
zuletzt aktualisiert: 21.07.2010 - 07:09Washington (RPO). Etwa ein Drittel des insgesamt bei der Ölkatastrophe ausgelaufenen Rohstoffs befinden sich nach US-Angaben noch im Golf von Mexiko. Der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, erklärte am Dienstag, man müsse von etwa 1,6 Millionen Barrel (rund 254 Millionen Liter) Öl ausgehen, die noch im Golf seien.
Nach US-Schätzungen seien insgesamt 5,4 Millionen Barrel aus der Quelle ausgetreten, wenn von 60.000 Barrel pro Tag ausgegangen werde. 2,6 Millionen Barrel davon seien entweder verdunstet oder biologisch abgebaut worden. 823.000 Barrel seien von Schiffen aufgenommen, 262.000 verbrannt und 100.000 von der Oberfläche abgeschöpft worden.
BP wird derweil seine Drucktests an dem defekten Bohrloch im Golf um weitere 24 Stunden fortsetzen. Der von der US-Regierung beauftragte Krisenmanager Thad Allen sagte, er habe die Verlängerung auf dann sechs Tage genehmigt. Zudem erklärte er, gemeinsam mit BP werde derzeit darüber diskutiert, dass Bohrloch letztlich mit schwerem Schlamm und Zement zu verschließen. Als Zeitpunkt dafür werde weiterhin Mitte August angepeilt.
Aus dem Bohrloch war seit dem Untergang der Plattform "Deepwater Horizon" am 20. April Öl ins Meer geflossen. Dies hat zur größten Ölpest in der US-Geschichte geführt. Vor wenigen Tagen hatte BP eine neue Kappe auf das beschädigte Förderrohr in rund 1600 Metern Tiefe aufgesetzt und diese verschlossen. Seitdem scheint es so, als ob der Ölfluss gestoppt ist.
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