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Schon zwei Fälle
Eichhörnchen übertragen Pest auf Besucher im Yosemite Park

Yosemite Nationalparl: Eichhörnchen übertragen Pest auf Besucher
Das Pest-Bakterium. FOTO: Shutterstock.com/ Everett Historical
Los Angeles . Für Touristen kann der Besuch des Yosemite-Nationalparks momentan gesundheitlich bedenklich sein: Offenbar hat sich bereits ein zweiter Besucher dort mit der Pest infiziert.

Es handele sich um einen Besucher aus dem Bundesstaat Georgia, der sich Anfang des Monats im Yosemite Park sowie im Sierra National Forest und der Umgebung aufgehalten habe, teilte die Leiterin der kalifornischen Gesundheitsbehörde, Karen Smith, mit. Die von Kalifornien herausgegebene Warnung habe dazu beigetragen, dass der Betroffene Patient schnell die notwendige medizinische Behandlung bekommen habe. Ob es sich wirklich um die Pest handele, müssten nun Tests ergeben.

Die Pest wird von Flöhen auf Eichhörnchen, Streifenhörnchen und anderen wild lebenden Nagetieren übertragen. Am 6. August hatten die Behörden mitgeteilt, dass ein Mädchen aus Los Angeles, die den Yosemite Park Mitte Juli besucht habe, positiv auf die Infektionskrankheit getestet worden sei. Sie wurde behandelt und erholte sich von der Krankheit.

Der Campingplatz Crane Flat, auf dem das Mädchen übernachtet hatte, wurde als Konsequenz vier Tage lang gesperrt und desinfiziert. Auch ein weiterer Zeltplatz in dem Nationalpark wurde vorübergehend geschlossen, nachdem dort mehrere tote Eichhörnchen als Überträger der Pest identifiziert worden waren. Nach Angaben der Behörden ist die Ansteckungsgefahr für Menschen dennoch gering.

Der Yosemite Park gehört zu den ältesten und beliebtesten US-Nationalparks. Jährlich besuchen ihn vier Millionen Menschen.

Bei der Pest handelt es sich um eine hochansteckende bakterielle Infektionskrankheit. Im Mittelalter fielen dem "Schwarzen Tod" in Europa mehr als 25 Millionen Menschen zum Opfer. Häufigste Form ist die Beulenpest, die mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie einer Entzündung der Lymphknoten im Leistenbereich einhergeht. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika sehr gut. Unbehandelt führt die Pest nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in 30 bis 60 Prozent der Fälle zum Tod.

(AFP)
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