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PHILIPPINEN-MASSAker kerze panorama, AFP 2009-1125
  Foto: AFP, AFP
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Massaker auf Philippinen: Zahl der Opfer steigt auf 57

zuletzt aktualisiert: 25.11.2009 - 14:59

Philippinen (RPO). Nach dem Massaker mit Dutzenden Toten in zwei philippinischen Provinzen haben die Behörden Ermittlungen gegen ein Clanmitglied und vier Polizeichefs aufgenommen. Die Zahl der Toten stieg am Mittwoch auf 57, darunter 18 Journalisten.

Ein ausgebranntes Wrack wird nach dem Massaker geborgen.  Foto: AFP, AFP
Ein ausgebranntes Wrack wird nach dem Massaker geborgen. Foto: AFP, AFP

Das Verbrechen ist das schwerste im Zusammenhang mit Wahlen in der Geschichte des Landes, und die Regierung steht unter enormem öffentlichen Druck, Verdächtige festzunehmen.

In der südlichen Provinz Maguindanao würden zwei von der Regierung ausgestattete zivile Milizen entwaffnet, teilten die Streitkräfte am Mittwoch mit. Die rund 200 Männer müssten Waffen, Munition und weitere Ausrüstung abgeben. Außerdem wurden in Maguindanao und Sultan Kudarat die Genehmigungen für Feuerwaffen zurückgezogen. In beiden Provinzen hat Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo nach dem Massaker vom Montag den Ausnahmezustand verhängt.

Bei der attackierten Gruppe handelte es sich um Politiker, deren Angehörige, Sympathisanten und sie begleitende Journalisten. Sie waren unterwegs, um Unterlagen für die Wahlen im Mai einzureichen. Die Polizei erklärte, sie gehe Berichten nach, wonach der Konvoi von Dutzenden Bewaffneten gestoppt wurde, darunter Polizisten, vier Polizeichefs, der Regierung nahestehende Milizionäre und Angehörige des mächtigen Ampatuan-Clans.

Der Vizebürgermeister der Ortschaft Buluan, Ismael Mangudadatu, hat den den rivalisierenden Amputuan-Clan für die Bluttat verantwortlich gemacht. Mangudadatu will sich um das Amt des Gouverneurs der Provinz Maguindanao bewerben und gegen ein Amputuan-Mitglied kandidieren. Der Amputuan-Clan unterstützte bei der Wahl 2004 die Regierung Arroyos. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zeigte sich daher am Mittwoch besorgt darüber, dass diese Verbindungen unvoreingenommene Ermittlungen behindern könnten.

Quelle: AP/felt

 
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