Lufthansa sagt Flüge nach Jakarta ab: Zahl der Toten nach Vulkanausbruch steigt
zuletzt aktualisiert: 06.11.2010 - 16:23Merapi (RPO). Wegen des Ascheausstoßes am indonesischen Vulkan Merapi haben mehrere internationale Fluggesellschaften Flüge in die indonesische Hauptstadt Jakarta abgesagt, darunter die Lufthansa. Auch am Samstag stiegen aus dem Merapi weiterhin riesige Aschewolken bis in acht Kilometer Höhe. Die Zahl der Toten nach den Eruptionen des Merapi stieg unterdessen bis zum Samstag auf 138.
Es wird befürchtet, dass die Asche eine Gefahr für die Triebwerke der Jets darstellen könnte. Jakarta liegt 450 Kilometer westlich des Vulkans.
Ein Krankenhausmitarbeiter in Sardjito sagte, 20 Patienten seien den Verletzungen erlegen, die sie am Freitag in einer sengenden Wolke aus Feuer und Gas erlitten hatten.
In die kleine Klinik am Fuß des Merapis waren zahlreiche Opfer eingeliefert worden, einige davon mit Verbrennungen an 95 Prozent ihres Körpers. Wegen der Behinderungen im Luftverkehr konnten dringend benötigte Beatmungsgeräte zur Behandlung von Brandopfern nicht eingeflogen werden, wie ein Arzt des Krankenhauses sagte.
Noch in mehreren hundert Kilometern Entfernung vom Vulkan waren Windschutzscheiben, Hausdächer und Blätter an Bäumen mit einer Ascheschicht bedeckt. Die Regierung weitete die Gefahrenzone auf einem Umkreis von 20 Kilometern um den Gipfel aus. Die alte Königsstadt Yogyakarta lag am Rand dieser Zone. In der Stadt galt die höchste Alarmstufe.
Die Eruption vom Freitag, die stärkste seit einem Jahrhundert, kostete dem Krankenhaus zufolge mindestens 94 Menschen das Leben, bei weiteren Ausbrüchen des Vulkans in den vergangenen zwei Wochen kamen 44 Menschen um.
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