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Landmine
Zwei Deutsche bei Explosion in Myanmar verletzt

Unterwegs in Myanmars unbekanntem Norden
Unterwegs in Myanmars unbekanntem Norden FOTO: dpa, sir
Rangun . Im Norden Myanmars sind zwei deutsche Touristen durch die Explosion einer Landmine verletzt worden, wie die Behörden mitteilten. In der Region gab es in den vergangenen Monaten heftige Kämpfe zwischen dem Militär und bewaffneten Rebellengruppen.

Die beiden 24-Jährigen wurden den Angaben zufolge leicht verletzt und am Dienstagabend in der Stadt Mandalay im Krankenhaus behandelt. Nach Angaben aus Armeekreisen wurde die junge Frau am Kopf und am rechten Arm verletzt, der Mann erlitt einen Hörsturz.

Myanmar gehört nach jahrzehntelanger Militärherrschaft und Aufständen bewaffneter Rebellen zu den am schwersten verminten Ländern der Welt. Nach Angaben der Organisation Minen und Streumunition Monitor wurden allein im Jahr 2014 mindestens 45 Menschen durch Landminen getötet und mehr als 200 weitere verletzt.

Tausende Menschen auf der Flucht 

Mehrere Rebellengruppen ethnischer Minderheiten kämpfen in dem südostasiatischen Land seit Jahrzehnten für mehr Unabhängigkeit und Autonomie. Nach einer Militäroffensive im Jahr 2009 war es im Bundesstaat Chan sechs Jahre lang weitgehend ruhig geblieben. Seit Februar geht das Militär dort aber wieder gegen Rebellengruppen vor. Tausende Menschen flohen vor den heftigen Kämpfen.

Die neuen Kämpfe untergraben die Bemühungen der neuen Regierung um eine landesweite Waffenruhe mit allen bewaffneten Minderheiten. Die Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat versprochen, die Konflikte mit den Rebellen friedlich beizulegen.

(AFP)
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