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Kaufentscheidungen
Wie ein T-Shirt-Experiment unser Denken verändert

Zwei-Euro-T-Shirt: Bewegendes Experiment gegen Billigkleidung
Ein Kasten mit der Aufschrift: T-Shirt für zwei Euro. Klar, dass das für viele anziehend wirkt - zunächst. FOTO: Youtube/Fashion Revolution
Berlin. Fast reflexartig schlagen wir zu, wenn es etwas zu Schnäppchenpreisen zu bekommen gibt. Diesen Instinkt macht sich ein soziales Experiment zunutze. Aber kaufen die Leute auch dann T-Shirts für nur zwei Euro, wenn sie wissen, wie diese produziert wurden?

Anlässlich des diesjährigen "Fashion Revolution Day" veröffentlichte die Organisation "Fashion Revolution" ein Video, das Menschen auf die Missstände in der Textilherstellung aufmerksam machen soll. Das Video zeigt ein soziales Experiment in der Berliner Innenstadt. 

Menschen stehen einem Automaten gegenüber, der ihnen T-Shirts für zwei Euro verkauft. Entzückt von dem geringen Preis, entscheiden die meisten sich sofort für einen Spontan-Kauf. Doch sobald die interessierten Kunden den Geldeinwurf betätigten, um ein Shirt zu erwerben, erfahren sie die Geschichte dahinter.

Den Passanten werden Fotos von einer Arbeiterinnen gezeigt, die teilweise nur 13 Cent in der Stunde verdienen und 16 Stunden am Tag arbeiten müssen. Mit dem Lohn versuchen sie eine ganze Familien zu ernähren.

Am Ende wurden die Fußgänger vor die alles entscheidende Frage gestellt: Wollen Sie dieses zwei Euro T-Shirt noch immer kaufen? Die Reaktion der Menschen war eindeutig. Statt das T-Shirt zu kaufen, entscheiden sich fast alle dafür, das Geld lieber an die Fashion Revolution Bewegung zu spenden.

(RPO)
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