| 21.58 Uhr

Mordkomplott auf schwedischen Karikaturisten
Zweite Amerikanerin in Verdacht

Mordkomplott auf schwedischen Karikaturisten: Zweite Amerikanerin in Verdacht
Al Qaida hatte eine Prämie von 100.000 Dollar auf die Ermordung von Lars Vilks ausgesetzt. FOTO: AFP, AFP
Dublin (RPO). An dem Mordkomplott gegen den schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks war laut einem Medienbericht noch eine zweite Amerikanerin beteiligt. Derweil bleibt Colleen LaRose in Haft.

Wie das "Wall Street Journal" berichtet, handelt es sich bei der mutmaßlichen Komplizin um die 31-jährige Jamie Paulin-Ramirez aus Colorado. Sie soll dem Blatt zufolge neben der Amerikanerin Colleen LaRose, die in irischer Untersuchungshaft sitzt, an den Anschlagsplänen beteiligt gewesen sein.

Ramirez soll den Angaben zufolge Ostern 2009 zum Islam konvertiert und am 11. September untergetaucht sein. Danach habe sie laut ihrer Familie einen Mann geheiratet, den sie im Internet kennengelernt hatte, schreibt die Zeitung. Der Hauptkontakt für Colleen LaRose sei ein Mann gewesen, der ebenfalls verhaftet worden war und eine Beziehung zu Jamie Paulin-Ramirez gehabt haben soll. Ob es sich dabei um ihren Mann handelt, konnte nicht bestätigt werden.

Derweil bleibt die als "Dschihad Jane" bekannt gewordene Colleen LaRose in Untersuchungshaft, wie die irische Polizei mitteilte. Die drei Männer, die mit ihre verhaftet worden waren, seien dagegen am Samstag auf freien Fuß gesetzt worden.

LaRose ist mit einem der Verdächtigen, einem Algerier, verheiratet. Sie diskutierte über ihren Mordplan nach Angaben aus Ermittlerkreisen im Internet mit mindestens einem der Verdächtigen, die am Dienstag in Irland festgenommen wurden. Der Karikaturist Vilks hatte 2007 eine Zeichnung veröffentlich, die den Kopf des Propheten Mohammed auf dem Körper eines Hundes darstellt. Al Qaida setzte eine Prämie von 100.000 Dollar auf seine Ermordung aus.

Laut Anklage war LaRose bereit, eine Person zu töten und reiste dafür im August nach Europa. In ihrer Online-Konversation hieß es demnach, sie glaube, dass ihre blonden Haare und blauen Augen ihr dabei helfen würden, sich in Schweden frei zu bewegen und den Anschlag auszuführen. Sie sei bereit gewesen, eine Märtyrerin zu werden und sei ungeduldig gewesen, zur Tat zu schreiten, hieß es weiter.

(das)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mordkomplott auf schwedischen Karikaturisten: Zweite Amerikanerin in Verdacht


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.