Schlimmster Wirbelsturm seit Jahrzehnten: Zyklon wütet über Australien
zuletzt aktualisiert: 20.03.2006 - 06:34Sydney (rpo). Seit Jahrzehnten ist kein so gewaltiger Wirbelsturm mehr über Australien hinweggezogen wie Zyklon "Larry". Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern tobte "Larry" über der Nordostküste des Kontinents. Möglicherweise hat der Sturm sogar Schäden an dem weltberühmten Great Barrier Riff angerichtet. Jetzt warnen die Behörden vor Giftschlangen und Krokodilen.
Laut Polizei wurden mindestens drei Menschen verletzt. Die Regierung des Staates Queensland sprach am Montag vom schlimmsten Zyklon in der Region seit Jahrzehnten.
Im Urlaubsort Innisfail, einem beliebten Ausgangspunkt für Fahrten in das Great Barrier Reef, flohen hunderte von Bewohner und Touristen zu höher gelegenen Plätzen. Der Sturm deckte zahlreiche Dächer ab, entwurzelte Bäume blockierten die Straße.
Der Ministerpräsident von Queensland, Peter Beattie, rief den Notstand aus. Meteorologen sprachen von "schrecklichen" und "extrem gefährlichen" Bedingungen in der Region und warnten vor Flutwellen entlang eines 300 Kilometer langen Küstenabschnitts.
Warnung vor Giftschlangen
"Noch schlimmer kann es kaum kommen", sagte der Meteorologe Jonty Hall. In Küstengebieten südlich von Cairns wurden Zwangsevakuierungen angeordnet, Notunterkünfte wurden eingerichtet.
Ob der Sturm auch Schäden an dem weltberühmten Korallenriff, dem Great Barrier Riff, angerichtet hat, ist derzeit noch unklar. Der Sturm wehte so stark, dass vielerorts sogar die Rettungsdienste nicht ausrücken konnte - trotz unzähliger Hilfeanrufe verängstigter Bürger. Rund 50.000 Haushalte an der Nordostküste waren ohne Strom.
Die Behörden warnten unterdessen vor Giftschlangen und Salzwasserkrokodilen, die im Norden von Queensland leben. "Die meisten Opfer bei einem Zyklon gibt es, wenn er bereits vorübergezogen ist", warnte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Peter Rekers.
"Die Kinder müssen unbedingt von überfluteten Entwässerungskanälen fern gehalten werden und sich vor Schlangen und Krokodilen hüten."
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