Hauptstadt Quito mit Asche bedeckt: Ausnahmezustand in Ecuador
zuletzt aktualisiert: 04.11.2002 - 13:16Quito (rpo). Nach dem Ausbruch des Vulkans Reventador hat die Regierung Ecuadors den Ausnahmezustand über die Hauptstadt und umliegende Gebiete verhängt. Die Stadt Quito ist mit einer dicken Ascheschicht bedeckt.
Alle Kinder erhielten schulfrei, und auch die meisten Betriebe und Büros blieben geschlossen.
Angesichts einer dicken Ascheschicht auf Straßen und Gebäuden forderten die Behörden die 1,8 Millionen Bewohner der Hauptstadt auf, zu Hause zu bleiben. Auch der Flughafen der Stadt wurde geschlossen. Etwa 3000 Menschen in unmittelbarer Nähe des Vulkans mussten in Sicherheit gebracht werden.
Der 105 Kilometer östlich von Quito gelegene Vulkan hatte am Sonntag Asche und Rauch bis in eine Höhe von 12 000 Metern geschleudert, teilten die Behörden weiter mit. Der Reventador ist 4800 Meter hoch und seit langem aktiv. Zuletzt war er im April 1976 ausgebrochen.
Quito glich am Montag einer Geisterstadt. Unter dem grauen Schleier der Vulkanasche lagen die Straßen verwaist und die wenigen Passanten trugen Schutzmasken vor Mund und Nase. Die Asche und die Gase lösen Atembeschwerden, Augenbrennen und allergische Reaktionen aus.
Der Reventador ist 4800 Meter hoch und seit langem aktiv. Er ist wegen seiner Ausbrüche berühmt, die jedoch in der Regel keine schwerwiegenden Folgen hatten. "Der heutige Ausbruch war jedoch überdurchschnittlich heftig", sagte Hugo Yépez, der Direktor des Geophysischen Instituts in Quito.
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