Herren werden häufiger zur Hebebühne gebeten: Autowerkstätten behandeln Frauen und Männer unterschiedlich
zuletzt aktualisiert: 18.09.2002 - 10:39Frankfurt/Main (rpo). Das ist ja unverschämt! Laut des Serviceunternehmens Dekra behandeln Autowerkstätten Frauen und Männer unterschiedlich. Ein Indiz dafür: Über 40 Prozent der Herren werden von den Mechanikern an die Hebebühne gebeten, aber nur 34 Prozent der Damen. Am Telefon hingegen spielt es offensichtlich keine Rolle, ob die Stimme weiblich oder männlich ist.
In Autowerkstätten werden Frauen und Männer nach Angaben des Serviceunternehmens Dekra ungleich behandelt. Nach einer Untersuchung, die am Mittwoch zur Automechanika-Messe in Frankfurt vorgestellt wurde, zeigen sich die Unterschiede schon bei der Begrüßung: So sprächen die Berater in Autohäusern Männer zu 75 Prozent mit ihrem Namen an, aber nur 60 Prozent der Frauen. Außerdem würden 42 Prozent der Männer an die Hebebühne gebeten, jedoch nur 34 Prozent der Frauen. Auch der Arbeitsumfang wird Autofahrerinnen (65 Prozent) seltener erläutert als Autofahrern (72 Prozent).
Wie das Stuttgarter Kraftfahrzeug-Serviceunternehmen bei etwa 5000 Werkstatt-Tests in deutschen Autohäusern feststellte, zeigten sich Frauen deshalb mit der Beratung unzufriedener als Männer. "Offenbar beraten die meist männlichen Service-Berater Frauen weniger intensiv als Männer", sagte der Dekra-Werkstattexperte Gunther Dirr. Gleich zufrieden waren Männer und Frauen lediglich mit der telefonischen Termin-Vereinbarung und der Erläuterung der Rechnungen.
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