Acht Meter hohe Flutwelle erwartet: Bangen vor der Jahrhundertflut auch im Süden Sachsen-Anhalts
zuletzt aktualisiert: 14.08.2002 - 08:09Dessau/Bitterfeld (rpo). In Sachsen-Anhalt wächst die Angst vor einer acht Meter hohen Flutwelle. In der Stadt Dessau und im Landkreis Bitterfeld besteht daher weiter Katastrophenalarm.
Im Süden Sachsen-Anhalts wächst die Angst vor einer Jahrhundertflut der Mulde. In der Stadt Dessau und im Landkreis Bitterfeld bestand am Mittwoch weiter Katastrophenalarm. Seit den Morgenstunden wurde eine acht Meter hohe Flutwelle des Flusses erwartet. In der Innenstadt von Dessau wurden Straßen und Gebäude mit Sandsäcken gesichert. Über 700 Einsatzkräfte und freiwillige Helfen sind pausenlos im Einsatz.
Mehr als 4.500 Menschen aus drei Dessauer Stadtteilen wurden in Sicherheit gebracht. In Jeßnitz und Raguhn im Landkreis Bitterfeld wurden 7.000 Menschen wegen des Hochwassers aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Beide Orte sind überschwemmt. In Schulen der Region wurden Notunterkünfte eingerichtet. Der Unterricht fiel aus. Es wurde eindringlich an die Bevölkerung appelliert, Warnungen ernst zu nehmen und den Anweisungen der Rettungskräfte Folge zu leisten. Aus Sorge vor Plünderungen harrten dennoch Einwohner aus.
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