Junge mit Down-Syndrom spielt in Serie mit: Behinderten-Preis für "Lindenstraße"
zuletzt aktualisiert: 13.11.2001 - 16:37Köln (rpo). Die Fernsehserie "Lindenstraße" hat sich in besonderer Weise um die Anerkennung behinderter Menschen verdient gemacht. Deshalb erhält die Serie den "Bobby 2001", den Medienpreis der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung.
Stellvertretend für das ganze Team nahmen Produzent Hans W. Geißendörfer und die Schauspieler Irene Fischer und Joachim Luger die Auszeichnung am Dienstag in Köln entgegen.
Die Lebenshilfe würdigt mit der Preisvergabe, dass seit rund zwei Jahren mit dem "kleinen Martin", gespielt von dem dreijährigen Jan Dominik, ein Junge mit Down-Syndrom zur Fernseh-Familie gehöre. In der Spielhandlung hatten sich "Anna Ziegler" und "Hans Beimer" nach einer vorgeburtlichen Untersuchung bewusst für das Kind mit geistiger Behinderung entschieden.
Damit setze die Sendereihe ein Zeichen gegen das in der Gesellschaft vorherrschende Aussortieren behinderter Menschen und für ein gleichberechtigtes Leben miteinander, lobte Lebenshilfe-Vorsitzender Robert Antretter.
Der Medienpreis "Bobby" wurde zum dritten Mal verliehen. Er ist benannt nach einem ersten Träger, dem am Down-Syndrom leidenden Münchner Schauspieler Bobby Brederlow. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an Talkmaster Alfred Biolek.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







