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Fremdenhass in Berliner S-Bahn
Rechtsradikaler uriniert auf Migranten-Kinder

Berlin: Rechtsradikaler uriniert auf Migranten-Kinder
Unser Archibvild zeigt eine Berliner S-Bahn bei der Durchfahrt. FOTO: dapd, Michael Gottschalk
Berlin. In einer Berliner S-Bahn ist es am Samstag zu einem rechtsextremen Übergriff auf Ausländer gekommen. Zwei bekannte Rechtsradikale beschimpften eine Migrantenfamilie. Anschließend urinierte einer der Männer auf die Kinder.

Nach einem Bericht des "Tagesspiegel" ereignete sich der Übergriff am Samstagabend in der S-Bahnlinie 41. Als die beiden Männer (32 und 37 Jahre alt) die Familie mit augenscheinlichem Migrationshintergrund sahen, stießen sie zuerst fremdenfeinliche Beleidigungen ("Asylantenpack", "Heil Hitler") aus. Anschließend ließ der jüngere der Täten seine Hose herunter und urinierte dem Bericht zufolge auf die Kinder.

Mehrere Fahrgäste riefen per Handy die Polizei. Als die Männer kurze Zeit später ausstiegen, wurden sie von Bundespolizisten gefasst. Nach Angaben der Polizei waren beide Männer stark betrunken (1,79 beziehungsweise 2,31 Promille). Zudem fielen sie bereits in der Vergangenheit mehrmals durch rechtsradikale Delikte auf.

Von der betroffenen Familie fehlt jedoch jede Spur. Es wird vermutet, dass sie ihre Fahrt in der S-Bahn fortsetzten. Bei der Polizei meldeten sie sich nicht. Da ihre Aussage für das weitere Verfahren jedoch wichtig ist, bittet die Polizei darum, dass sich Familie unter der Rufnummer 030-2977790 meldet.

 

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