Gegendemonstration eine Woche vorher: Berliner Love Parade soll am 21. Juli stattfinden
zuletzt aktualisiert: 12.04.2001 - 17:51Berlin (rpo) . Nach langem Hin und Her soll die Berliner Love-Parade nun am 21. Juli stattfinden. Die Umweltinitiative "Rettet den Tiergarten" hat sich gegen die Veranstalter durchgesetzt - sie darf eine Woche vorher gegen die Love-Parade demonstrieren.
Gleichzeitig untersagte der Innensenator Eckart Werthebach (CDU) die für den 14. Juli angemeldete Streckenvariante, bei der sich Raver und Gegendemonstranten an der Siegessäule getroffen hätten.
Damit haben sich die Umweltschützer von der Bürgerinitiative «Rettet den Großen Tiergarten vor der Love Parade» lediglich in der Terminfrage gegen die Technofans durchgesetzt. Die Bürgerinitiative war den Love Parade-Veranstaltern mit der Anmeldung einer Gegendemonstration für 14. Juli auf der selben Strecke zuvorgekommen.
«Ich bedauere, dass die Love Parade nicht am ursprünglichen Termin wird stattfinden können, aber als Innensenator bin ich nicht nur an Recht und Gesetz gebunden, sondern auch der Sicherheit der Teilnehmer verpflichtet», sagte Werthebach. Das Aufeinandertreffen von Ravern und Umweltschützern wäre von der Polizei nur schwer zu beherrschen gewesen. Es könne auch nicht sein, dass die größere Demonstration die kleinere «an die Wand drückt.» Die Love Parade-Macher hatten vorgeschlagen, dass sich Raver und Umweltschützer die Route durch den Tiergarten teilen.
Die Bürgerinitiative «Rettet den Großen Tiergarten vor der Love Parade» zeigte sich mit der Entscheidung unzufrieden. «Wir sind entsetzt, das ist nicht das, was wir wollten», sagte deren Sprecher Michael Ulex. Ziel sei es, die Love Parade künftig ganz aus dem Tiergarten zu verbannen.
Für den 21. Juli gibt es nach Angaben des Innensenators allerdings zwei weitere Demonstrationsanmeldungen für die Tiergarten-Strecke: eine Demo unter dem Motto «Rollen, Laufen, Skaten für Frieden und Völkerverständigung» sowie eine Lehrer-Demo. Die Ernsthaftigkeit der ersten Demonstration und deren Bezug zum Tiergarten könne man aber prüfen, hatte Werthebach bereits in der vergangenen Woche betont.
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