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Teure Partys und Bordellbesuche
Bestechungsskandal bei der GEZ

Teure Partys und Bordellbesuche: Bestechungsskandal bei der GEZ
Die GEZ-Zentrale in Köln. FOTO: AP, AP
Wuppertal (RPO). Die Gebühreneinzugstentrale (GEZ) wird von einem Korruptionsskandal erschüttert. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte die Durchsuchung der Kölner Geschäftsräume sowie einiger Privatwohnungen. Die Vorwürfe gegen hochrangige Mitarbeiter wiegen schwer. Es geht um teure Essen und Bordellbesuche.

Die betroffenen Mitarbeiter sollen Bestechungsgelder von mehreren tausend Euro angenommen haben. Zudem soll es um üppige Essen in den edelsten Kölner Restaurants gehen, wie der "Express" berichtet. Auch zu Fußballspielen und Autorennen sollen die Verdächtigen eingeladen worden sein. Statt Wasser oder Bier sei stets teurer Champagner aufgefahren worden.

Wie das Blatt weiter berichtet, sollen sich die Manager auch kostspielige Bordellbesuche bezahlt haben lassen. In der einschlägig bekannten Kölner "Kokett-Bar" wurde demnach mit teurem Champagner und Prostituierten gefeiert - letztlich alles auf Kosten der Beitragszahler.

Hintergrund des Bestechungsskandals: Die GEZ kaufte sich bei einer IT-Firma für einen zweistelligen Millionenbetrag ein. Vor Abschluss des Vertrages in zweistelliger Millionenhöhe seien GEZ-Mitarbeiter bestochen worden sein, so die Staatsanwaltschaft. Nach den GEZ-Regeln darf es bei Investitionen keine Bevorzugung von Auftragnehmern geben. Aufträge müssen stets im Wettbewerb vergeben werden.

Ermittelt wird aber nur gegen Einzelpersonen, nicht gegen die GEZ als Institution.

(afp)
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