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Münster
Betonmischer als Mordwaffe: Lebenslang für 57-Jährigen

Münster. Weil er seinen vermeintlichen Nebenbuhler mit einem Betonmischer überfahren hat, ist ein 57-jähriger Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Schwurgericht in Münster war gestern überzeugt davon, dass der Angeklagte aus Gronau im Juli 2015 absichtlich auf das spätere Opfer zugefahren ist. Der 49-jährige Mann hatte auf einem Grünstreifen gestanden und wollte seinen Schäferhund ausführen. Zunächst hatte alles auf einen tragischen Unfall hingedeutet, doch dann waren Zweifel aufgekommen. Das Urteil lautet auf heimtückischen Mord. Die Verteidigung will Revision einlegen.

Hintergrund der unfassbaren Tat war eine angebliche Affäre, für die es laut Urteil nicht den Hauch eines Beweises gibt. Der Angeklagte hatte seinem früheren Arbeitskollegen vorgeworfen, seiner Ehefrau bei einer Betriebsfeier K.-o.-Tropfen ins Glas gemischt zu haben. Anschließend soll es zu sexuellen Übergriffen gekommen sein.

Das Gericht geht davon aus, dass sich der 57-Jährige immer weiter in die Sache hineingesteigert hat. Am Ende habe er selbst kein Vertrauen mehr in seine Selbstbeherrschung gehabt und sich sogar einen neuen Job gesucht - als Fahrer eines Betonmischers.

(dpa)
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