Drogenbesitz und Fahren ohne Führerschein: 20 Monate: Bewährungsstrafe für Xavier Naidoo
zuletzt aktualisiert: 28.11.2000 - 14:08Mannheim (dpa). Der Soulsänger Xavier Naidoo ist am Dienstag wegen Drogenbesitzes und Autofahrens ohne Führerschein zu einer Haftstrafe von 20 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Nach dem Urteil des Mannheimer Amtsgerichts muss der 29-Jährige zudem eine Geldbuße von 100.000 Mark zahlen.
Weiter wurde dem Sänger der Band "Söhne Mannheims" aufgegeben, sich innerhalb einer Zwei-Jahresfrist drei Mal einem Drogentest zu unterziehen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten ohne Bewährung gefordert.
Naidoo akzeptierte das Urteil und will auf Rechtsmittel verzichten. Ob die Staatsanwaltschaft Berufung einlegt, war nach Angaben eines Gerichtssprechers noch offen. Die Ermittler hatten dem Sänger zur Last gelegt, in seiner Wohnung im Besitz von rund 48 Gramm Marihuana gewesen zu sein. Das Rauschgift war im Zuge einer Durchsuchung sicher gestellt worden. Zudem war Naidoo zum wiederholten Mal beim Autofahren ohne Fahrerlaubnis erwischt worden, obwohl er schon seit langem keinen Führerschein mehr besitzt.
Naidoo ist einer der erfolgreichsten deutsche Popstars der letzten Jahre. Von seinem Debütalbum "Nicht Von Dieser Welt" wurden mehr als eine Million Stück verkauft. Er wurde in Mannheim als Sohn einer Südafrikanerin und eines Vaters mit indischen Vorfahren geboren, ist aber Deutscher.
Naidoo war wegen eines Interviews einer Illustrierten ins Visier der Drogenfahnder geraten. Der Sänger hatte später laut Medienberichten erklärt: "Ja, ich rauche Marihuana. Das mag ein Schock für viele Leute sein, aber ich wollte das schon länger öffentlich machen." Es sei für ihn nicht länger tragbar, deswegen kriminalisiert zu werden. "Ich sehe hier meine Felle davon schwimmen. Wenn ich in Deutschland keine Akzeptanz finde, muss ich das Land im Notfall verlassen und nach Holland gehen - auch wenn ich Mannheim liebe.
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