Schwere Tierquälerei in Bochum: Bochum: Kater mit Feuerwerkskörper gequält
zuletzt aktualisiert: 22.09.2004 - 12:16Bochum (rpo). Die Polizei in Bochum muss sich derzeit vermehrt mit schweren Fällen von Tierquälerei beschäftigen. Die Behörde berichtete am Mittwoch, dass ein Mädchen einen Kater mit Feuerwerkskörper verletzt habe. Ein Unbekannter habe derweil in Herne einen Hundewelpen stranguliert und das Tier anschließend in den Rhein-Herne-Kanal geworfen.
Wie es weiter hieß, soll ein Unbekannter den Welpen mit einer Drahtschlinge gewürgt und anschließend von einer Brücke in den Kanal geworfen haben. Ein Zeuge hatte dies am Dienstag bemerkt und die Feuerwehr sowie Polizei alarmiert. Der Hund konnte zwar noch lebend aus dem Wasser gerettet werden, starb jedoch nach kurzer Zeit an seinen schweren Verletzungen.
Ein weiterer Fall von Tierquälerei ereignete sich in Bochum. Dort hatten zwei 15-jährige Jungen und ein 13-jähriges Mädchen einen Feuerwerkskörper an einem Kater befestigt und angezündet. Das Tier wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen zu einer Ärztin gebracht, wie die Polizei mitteilte.
Ein Anwohner hatte am Dienstagnachmittag beobachtet, wie das Trio die Katze mit Tritten und Schlägen misshandelte. Als der Zeuge einschreiten wollte, liefen die Tierquäler davon. Die sofort alarmierte Polizei fand den schwer verletzten Kater mit geschwollenem Kopf, zahlreichen Beulen und einem zum Teil verbrannten Fell vor. Die Tierärztin stellte eine schwere Lungenblutung und mehrere Knochenbrüche fest.
In der Zwischenzeit gelang es der Polizei, die drei Schüler zu ermitteln. Mitgefühl zeigte keiner von ihnen, als die Beamten sie mit dem Vorfall konfrontierten. Im Gegenteil: Im Beisein der Ordnungshüter animierten sie sich gegenseitig zu Späßen und lachten hämisch über ihr Verhalten.
Bereits Anfang der Woche hatte die Bochumer Polizei einen weiteren Fall von Tierquälerei aufgenommen. Dabei hatte in Wattenscheid ein Unbekannter mit einem Luftgewehr auf einen Kater geschossen und das Tier verletzt. Der Polizei zufolge war der Kater bereits im Juni zum ersten Mal angeschossen worden. Nach dem Schützen wird noch gesucht.
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