Zutritt zu Karnevalsparty verweigert: Bombendrohungen in KölnArena - 25-Jähriger in Haft
zuletzt aktualisiert: 24.02.2003 - 17:09Köln (rpo). Der Fall der spektakulären Bombendrohungen in der KölnArena ist aufgeklärt. Am Montag wurde gegen einen 25-jährigen geständigen Kölner Haftbefehl erlassen.
Der Mann habe aus Wut die drei anonymen Drohanrufe getätigt, nachdem ihm der Zutritt zu der Karnevalsparty verweigert worden sei. Am Donnerstagabend hatten rund 8000 Gäste vorzeitig die Veranstaltung "Lachende KölnArena" verlassen müssen. Die Veranstalter wollen den Täter für Kosten von rund 200 000 Euro haftbar machen.
Der 25-Jährige ohne festen Wohnsitz hatte in der Vergangenheit für eine Sicherheitsfirma der KölnArena gearbeitet. Ihm drohen nach Polizeiangaben bis zu drei Jahre Haft. Mitarbeiter der KölnArena hatten die aufgezeichnete Stimme des Anrufers identifiziert.
"Wir werden straf-und zivilrechtlich gegen den Anrufer vorgehen. Finanziell ist da voraussichtlich aber nichts zu holen", sagte KölnArena-Geschäftsführer Löcher. Die Kontrollen in der Veranstaltungshalle würden nun noch gründlicher als bisher durchgeführt. Löcher kündigte an, das Sicherheitspersonal von bisher 80 auf 120 Mitarbeiter aufzustocken. Die KölnArena ist mit 18 000 Sitzplätzen die größte Veranstaltungshalle Deutschlands.
Während der Veranstaltung "Lachende KölnArena" waren am Donnerstagabend zwischen 20.00 und 21.00 Uhr drei Anrufe eingegangen, in der eine männliche Stimme vor einer Bombe warnte. Unter dem Vorwand, es werde die "längste Polonaise der Welt" gebildet, waren die Besucher daraufhin ins Freie geführt worden. Gegen Mitternacht konnte Entwarnung gegeben werden. Bombenexperten hatten in einem zunächst verdächtig erscheinenden Metallkoffer keine Bombe, sondern nur Bolzen für den Aufbau einer Bühne gefunden.
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