Ärger um Villa auf Mallorca geht weiter: Boris Becker droht Geldbuße
zuletzt aktualisiert: 17.03.2001 - 16:21Palma de Mallorca (rpo). Seine neue Villa auf Mallorca bereitet Boris Becker nicht viel Freude. Nach Gerüchten um einen möglichen Abriss seines Anwesens kommt jetzt eine Geldbuße ins Spiel. Becker hat mit den Ausmaßen seiner Villa übertrieben und sich nicht an das Baurecht gehalten.
Verstöße gegen das Baurecht könnten mit einer Strafe von bis zu 50 Millionen Pesetas (fast 600 000 Mark) geahndet werden, berichtete die spanische Presse am Samstag. Am Vortag hatte die Baukommission des Inselrates einstimmig beschlossen, die von der Gemeinde Arta beantragte Ausnahmegenehmigung für die Villa des 33- Jährigen abzulehnen. Etwa die Hälfte der Wohnfläche des Landsitzes muss nach dieser Entscheidung abgerissen werden. Becker kann allerdings noch Einspruch erheben.
Bürgermeister Montserrat Santandreu kritisierte den Beschluss der Baukommission: "Die ganze Sache ist politisiert worden." Nach seiner Ansicht hätte das Gremium genug Handlungsspielraum gehabt, um das Anwesen zu legalisieren. Der dreimalige Wimbledon-Sieger hatte die Finca Son Coll bei Arta im Osten der Insel vor drei Jahren gekauft. Er ließ das Hauptgebäude renovieren und die Wohnfläche auf 970 Quadratmeter erweitern. Erlaubt sind aber nur 500, so dass die überschüssigen 470 Quadratmeter abgerissen werden müssten.
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