Hubschrauber-Absturz in Sibirien: Brandbekämpfer stürzen in den Tod
zuletzt aktualisiert: 03.05.2003 - 14:40Moskau (rpo). Sie wollten die riesigen Waldbrände in der Region Tschita bekämpfen und kehrten nicht zurück. Beim Absturz eines russischen Feuerwehrhubschraubers in Sibirien sind am Samstag alle zwölf Menschen ums Leben gekommen.
Wie die Behörden mitteilten, kam der Hubschrauber mit der siebenköpfigen Besatzung, einem Beamten der Forstverwaltung und vier Journalisten von seinem dritten Einsatz zur Bekämpfung riesiger Waldbrände in der Region Tschita zurück. Nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens war die Sicht wegen dichten Rauchs stark eingeschränkt.
Der Minister für Notlagen, Sergej Schoigu, erklärte in Moskau, der Hubschrauber habe 15 Tonnen Wasser über dem Brandgebiet abgelassen und sich auf dem Rückflug zu einem Stausee befunden. Möglicherweise wegen einer Windböe sei der Draht, an dem der Wasserbehälter befestigt war, in den Heckrotor des Hubschraubers geraten. Dies habe zum Absturz geführt. Der Hubschrauber des Typs Mi-26 brannte völlig aus.
Schoigu informierte Präsident Wladimir Putin über den Absturz und begab sich anschließend an den Unglücksort rund 4.700 Kilometer östlich von Moskau. Der Minister erklärte, die Brände in der Region Tschita hätten einen kritischen Punkt erreicht. Sie näherten sich Siedlungen und Stromleitungen. Nach einem Fernsehbericht wurde in der Region bereits der Notstand ausgerufen. Der Nachrichtenagentur ITAR-TASS zufolge standen dort 36.000 Hektar Waldgebiet in Flammen.
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