170 Feuerwehrleute im Einsatz: Brennender Kesselwagen verursacht Millionenschaden
zuletzt aktualisiert: 16.02.2002 - 19:44Osnabrück (rpo). Der Brand eines Kesselwagens auf einem Rangierbahnhof in Osnabrück hat in der Nacht zum Samstag einen Schaden in Millionenhöhe verursacht. Wegen der giftigen Dämpfe mussten die Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten. Der Unfall habe sich gegen 01.30 Uhr ereignet; gegen 07.40 Uhr sei der Brand gelöscht worden. Drei Polizisten hätten leichte Verletzungen erlitten.
Der aus sechs Kesselwagen und vier Autotransportern bestehende Güterzug entgleiste den Angaben zufolge bei der Einfahrt in den Rangierbahnhof Osnabrück-Fledder an einer Weiche. Die Lok und mehrere Wagen stürzten um; dabei schlug ein Kesselwagen, der mit mehreren Tonnen des hochgiftigen und leicht entzündbaren Stoffes Acrylnitril gefüllt war, leck und explodierte. Etwa 170 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz. Auch Spezialfahrzeuge der Flughafenfeuerwehr Münster-Osnabrück waren vor Ort, ebenso wie Mitglieder der Werksfeuer von BASF.
Die Bevölkerung wurde in der Nacht sowie noch einmal am Morgen informiert und aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eisenbahnbundesamt und der Bundesgrenzschutz konnten nach Angaben des BGS-Sprechers noch keine Ermittlungen zur Unglücksursache aufnehmen, da die Feuerwehr noch am Brandort im Einsatz sei. So müssten noch zwei Kesselwagen, die mit Propangas gefüllt seien, umgefüllt werden.
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