Direktor soll Schülerinnen vergewaltigt haben: Britische Königskinder doch nicht ins Skandal-Internat
zuletzt aktualisiert: 23.06.2000 - 18:28London (dpa). Der britische Prinz Andrew und seine Ex-Frau, Sarah Ferguson (Fergie), wollen ihre beiden Töchter nun doch nicht in einem Nobelinternat in der Schweiz erziehen zu lassen. Grund dafür ist eine Serie von Sex-Skandalen im Aiglon College im Schweizer Alpenkurort Villars.
In einer am Freitag in London herausgegebenen Erklärung von Prinz Andrew hieß es: "Eine stabile Umgebung für unsere Kinder hat allerhöchste Priorität." Prinzessin Beatrice (11), sollte im September nach Aiglon geschickt werden, ihre Schwester Eugenie (10) im nächsten Jahr.
Das Internat, das zu den teuersten Schulen der Welt zählt, war im März in die Schlagzeilen geraten, nachdem drei Schülerinnen im Alter von 14 und 15 Jahren berichtet hatten, sie seien von einem unbekannten Mann nachts in ihrem Schlafraum betäubt und "unsittlich" berührt worden. Eines der drei Mädchen erstattete Anzeige wegen Vergewaltigung. Der inzwischen in Untersuchungshaft sitzende frühere Schuldirektor, Richard McDonald, steht ferner unter dem Verdacht, seine beiden Söhne (vier und zehn Jahre alt) sexuell missbraucht zu haben.
Die Entscheidung, den Internatsbesuch der Prinzessinnen "zu verzögern", sei nach langer Überlegung getroffen worden, erklärte Prinz Andrew. Er und seine Ex-Frau seien nach wie vor von den Erziehungsmethoden- und Idealen der Schule beeindruckt, an der nach der Philosophie von Kurt Hahn gelehrt wird.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







