Bombenalarm bei IKEA Niederlande vorbei: Budapest: Ikea nach Bombendrohung evakuiert
zuletzt aktualisiert: 05.12.2002 - 17:47Budapest/Amsterdam (rpo). Die mysteriöse Bombendrohungs-Serie beim schwedischen Möbelhaus IKEA geht weiter. Ein Haus in Budapest musste nach einer Bombenwarnung evakuiert werden.
Der Bombenalarm in den zehn niederländischen Filialen des schwedischen Möbelkaufhauses IKEA ist am Donnerstag beendet worden. Die Polizei gab am Mittag die letzten Niederlassungen wieder für den Publikumsverkehr frei, nachdem alle Läden seit Mittwochfrüh gründlich durchsucht worden waren. Dabei wurden keine Sprengkörper gefunden. Zwei Bomben waren nach einer Warnung bereits am Dienstagabend entdeckt und unschädlich gemacht worden. Zwei "verdächtige Päckchen", die am Mittwoch in zwei niederländischen IKEA-Läden gefunden worden waren, entpuppten sich als harmlos.
Ergebnislos verlief die Suche auch nach einem Bombenalarm in einer Londoner Zweigstelle der IKEA-Kette. Die Polizei bestätigte am Donnerstag, dass der Alarm am Vorabend eingegangen war. Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" blieb auch das IKEA-Geschäft in der ungarischen Hauptstadt Budapest nach einer Bombendrohung den ganzen Tag über geschlossen.
Der Alarm zumindest in den Niederlanden soll nach einem Bericht der Zeitung "Telegraaf" Teil eines Erpressungsversuchs sein. IKEA in den Niederlanden habe in den vergangenen Monaten bereits mehrere Briefe erhalten, in denen Unbekannte mit Bombenanschlägen gedroht hätten, meldete das Blatt. Wie viel Geld gefordert wurde, schrieb das Blatt nicht. IKEA und die Polizei nahmen zu den Angaben nicht Stellung. Der Einnahmeausfall durch die Schließung aller Verkaufsstellen am Mittwoch und teilweise am Donnerstag dürfte die Läden vor dem in den Niederlanden als Geschenkfest besonders beliebten Nikolausabend (5. Dezember) erheblich getroffen haben, schätzen Beobachter.
Der "Telegraaf" zog in seinem Bericht einen Vergleich zum deutschen Kaufhaus-Erpresser Dagobert, der in den neunziger Jahren von Karstadt 1,4 Millionen Mark (rund 716 000 Euro) verlangt hatte. Das Blatt erinnerte seine Leser daran, dass der Erpresser seine Geldforderungen durch mehrere Bombenanschläge bekräftigt habe, ehe er 1994 gefasst wurde.
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