| 10.09 Uhr

Frankfurt
Carolin Emcke wird mit dem Friedenspreis geehrt

Frankfurt. Ihr ganzes Leben schon sei sie dankbar, Europäerin sein zu dürfen, sagt Carolin Emcke. Am Tag von Brexit ist dies ein Bekenntnis, dass einer Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels würdig ist. Mit dieser weithin beachteten Ehre wird die 48-jährige Publizistin im Oktober in der Paulskirche zu Frankfurt ausgezeichnet. Emcke ist damit erst die neunte Frau, die mit dem Friedenspreis bedacht wird. Vor ihr konnten sich unter anderem Annemarie Schimmel und Susan Sontag sowie die beiden Literaturnobelpreisträgerinnen Astrid Lindgren und Swetlana Alexijewitsch in die Liste eintragen.

Emcke wird vor allem für ein Werk geehrt, das sich essayistisch mit den Formen von Rassismus, Gewalt und Fanatismus auseinandersetzt. Neben ihrer analytischen Fähigkeit zeichnet sich ihre Arbeit auch durch die Fähigkeit zur engagierten Anteilnahme aus. Zuletzt erschienen von ihr die Bücher "Wie wir begehren" sowie "Weil es sagbar ist"; für Oktober ist das Buch "Gegen den Hass" angekündigt.

Carolin Emcke wurde in Mülheim an der Ruhr geboren, sie studierte Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main sowie an der Harvard-Universität in den USA. Sie arbeitet für Magazine und verschiedene Tageszeitungen.

(los)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Frankfurt: Carolin Emcke wird mit dem Friedenspreis geehrt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.