Schleppversuch gescheitert: Dem Great Barrier Reef droht Umweltkatastrophe
zuletzt aktualisiert: 08.11.2000 - 13:08Sydney (dpa). Dem weltberühmten Great Barrier Reef in Australien droht weiter eine Umweltkatastrophe: Ein Versuch, den vor einer Woche in dem Riff auf Grund gelaufenen und mit giftigen Chemikalien beladenen malaysischen Frachter "Bunga Teratai Satu" frei zu schleppen, ist am Mittwoch gescheitert.
Zwei Hochseeschlepper hätten es nicht geschafft, das Schiff vom Riff wegzuziehen, sagte der Transportminister von Queensland, Steve Bredhauer. Bisher sei dem empfindlichen Korallenriff aber eine Umweltkatastrophe erspart geblieben, weil weder die 1 200 Tonnen Diesel an Bord noch die teilweise als gefährlich deklarierte Fracht mit Wasser in Berührung gekommen seien.
Neue Pläne, das 21 000-Tonnen-Schiff flottzumachen, sollen jetzt von Experten am Donnerstag ausgearbeitet werden. "Obwohl wir sehr vom Resultat enttäuscht sind, können wir aufatmen, weil keine umweltverschmutzenden Stoffe aus Lecks ausgetreten sind", sagte der Minister. Der 184 Meter lange Frachter aus Malaysia liegt rund 40 Kilometer von der Touristenhochburg Cairns entfernt auf dem Riff vor der Nordostküste Australiens. Das Schiff war am vergangenen Donnerstag bei ruhigem Wetter vom Kurs abgekommen. Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Australiens. Korallenriffe gehören zu den vielfältigsten und wertvollsten Ökosystemen der Erde.
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