Training und Medikamente können lindern aber nicht heilen: Demenz: Das langsame Erlöschen
zuletzt aktualisiert: 11.12.2001 - 15:16Hamburg (rpo). Demenz oder Hirnleistungsschwäche kann aus verschiedenen Gründen auftreten. Die unheilbare Alzheimer- Krankheit gilt jedoch als Ursache Nummer eins. Der Abbau der grauen Zellen kann aber auch durch chronischen Alkoholismus, Durchblutungsstörungen und Entzündungen des Gehirns ausgelöst werden.
Die Betroffenen verlieren innerhalb von Jahren ihre geistigen Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale. Die Gehirnsubstanz schrumpft, es entstehen Ablagerungen im Hirn. Demenzerkrankungen führen schließlich zu völliger Hilflosigkeit und schwerster Bedürftigkeit sowohl in psychischer als auch in körperlicher Hinsicht. Durchschnittlich liegt die Dauer der in vielen Fällen unheilbaren Krankheit bei acht Jahren.
Nur etwa zehn Prozent der Fälle beruhen auf einer behandelbaren Störung und lassen sich durch eine Therapie bessern. In allen anderen Fällen lässt sich das Fortschreiten der Krankheit mit Training und Medikamenten eventuell verzögern, aber nicht aufhalten. Das Wohlbefinden der Patienten wird durch die so genannte Milieutherapie erhöht, bei der Verhaltensauffälligkeiten durch sensiblen Umgang mit den Patienten gemildert werden.
Je älter die Menschen werden, desto größer ist auch ihr Risiko, demenzkrank zu werden. Etwa 5 Prozent der über 65-Jährigen sind Statistiken zufolge demenzkrank, bei den über 80-Jährigen sind es sogar 20 Prozent. Die Zahl der Demenzkranken ist in den vergangenen Jahrzehnten mit dem Altersdurchschnitt der Bevölkerung rasant gestiegen. Mehr als eine Million Menschen in Deutschland sind nach Schätzungen von Fachleuten derzeit von der Hirnleistungsschwäche betroffen.
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