Feuerwehrleute dennoch im Dauereinsatz: Denver nicht mehr von Flammenmeer bedroht
zuletzt aktualisiert: 14.06.2002 - 09:35Denver (rpo). Wahrscheinlich ist die Großstadt Denver im US-Bundesstaat Colorado gerade noch mal von einer Katastrophe verschont geblieben. Drehende Winde haben dafür gesorgt, dass das Flammenmeer die Stadt nicht mehr bedroht.
Wie Brandexperten mitteilten, wird die Millionenstadt Denver vorerst nicht mehr von den Flammen bedroht. Bei kühleren Temperaturen und abschwächenden Winden breite sich das Feuer weniger rasch aus. Nach US-Medienberichten fielen der Feuerkatastrophe bislang rund 40 000 Hektar Land zum Opfer. Bis zum Ende des Sommers könnte aber die doppelte Fläche vernichtet werden, so die Prognose der Behörden.
Nach dem am Donnerstag veröffentlichten Dürre-Bericht der US- Behörde für Meeres- und Klimaschutz (NOAA) sollen die westlichen Staaten wie Colorado, Kalifornien und New Mexico bis September unter großer Sommerhitze leiden.
Wegen des vermutlich durch ein unerlaubtes Lagerfeuer entfachten Brandes mussten bislang 5400 Menschen ihre Häuser verlassen. 22 Gebäude fielen den Flammen zum Opfer. Schon jetzt handelt es sich um die größte Feuersbrunst, die je im US-Bundesstaat Colorado wütete.
Knapp 1000 Feuerwehrleute konnten sich am Donnerstag der Feuerfront nähern, Schneisen schlagen, Unterholz ausdünnen und die Brandherde aus der Luft angreifen. Die Armee stellte zusätzliche Löschflugzeuge zur Verfügung und bereitete 1500 Soldaten auf den Einsatz vor.
Seit Jahresbeginn haben Waldbrände in den USA mehr als eine halbe Million Hektar Land verwüstet, doppelt so viel, wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Feuer in Colorado wird nach Einschätzung von Brandexperten noch mehrere Wochen bis Monate brennen.
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