Schauspieler war bereits Buddhist und Moslem: Depardieu auf der Suche nach dem rechten Glauben
zuletzt aktualisiert: 21.05.2000 - 16:24München (AP). Der französische Filmschauspieler Gerard Depardieu ist offenbar ein Suchender, der nicht findet. "Ich war zwei Jahre lang Muslim und liebte es, Koran-Verse auswendig zu lernen. Dann wurde ich Buddhist, zwei Jahre später schloss ich mich den Russisch-Orthodoxen an", erzählte er der Frauenzeitschrift "Vogue" laut einer Meldung vom Sonntag.
Er sei noch immer sehr religiös, fühle sich aber nicht mehr an einen bestimmten Glauben gebunden. "Mich fasziniert vor allem das religiöse Instrumentarium, um sich andere Dimensionen zu erschließen."
So habe er sich etwa im Alter von 16 Jahren, als ihm die Angst vor der Zukunft die Kehle zugeschnürt habe, laut gebetet und sich "einfach nur von den Worten tragen lassen", berichtete der unter anderem aus "Cyrano de Bergerac" und "Green Card" bekannte Darsteller. "Das laute Hersagen von Gebeten hat mich gerettet."
Die "größte Entspannung" finde er aber, wenn er mit den Menschen zusammen sei, die auf seinem Weingut bei Anjou arbeiten. "Sie reden nicht, sondern tun ihre Arbeit. Ihre Sprache ist die Poesie der Tat." Das sei der Grund, warum er überhaupt diesen "verrückten" Weinbau betreibe. Viele Kollegen glaubten, er mache da Ferien. "Dabei arbeite ich - und schweige", sagte Depardieu.
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