Gefahr in Niedersachsen: Der Albtraum Flut: Hochwasser steigt unerbittlich
zuletzt aktualisiert: 16.08.2002 - 17:26Hamburg (rpo). Im Osten Deutschlands steigt das Hochwasser unaufhörlich. In Dresden erreichten die Fluten am Freitag einen neuen Rekordstand. Besonders in Bitterfeld spitzt sich die Lage wieder zu.
Bis zum Abend rechneten die Behörden mit einem Hochwasser von bis zu 9,60 Metern. Auch in den anderen betroffenen Regionen Ostdeutschlands kämpften die Menschen gegen steigende Wassermassen. Durch die Fluten starben in den deutschen Katastrophengebieten bislang 11 Menschen.
In Bitterfeld in Sachsen-Anhalt blieb die Lage weiter dramatisch. Rund 1.000 Helfern verhinderten bisher eine Überflutung der Stadt. In der 16.000 Einwohner zählenden Stadt wurden sechs von zehn Stadtteilen evakuiert. Mehrere tausend Menschen sollen Bitterfeld verlassen haben. Vom Chemiepark der Stadt geht nach Angaben des Umweltministeriums keine Umweltgefahr aus.
In zahlreichen Städten wurden Evakuierungen eingeleitet oder mit Tausenden Sandsäcken Barrieren errichtet. Zehntausende flüchteten in den Katastrophengebieten vor den Wassermassen. Die Behörden kündigten an, Häuser notfalls mit Gewalt zu räumen. Nach wie vor ist unklar, wie viele Milliarden durch die Wasserfluten vernichtet wurden. Unterdessen liefen am Freitag die Finanzhilfen für die Opfer an.
Auch Magdeburg und andere Städte rüsteten sich mit Hochdruck gegen die nahenden Fluten. In Sachsen wurden Massenevakuierungen für die Orte Pirna und Heidenau vorbereitet. In Brandenburg hat im Kampf gegen das Elbehochwasser ein Wettlauf mit der Zeit begonnen.
Auch Norddeutschland ist von der Jahrhundertflut bedroht. Angesichts des steigenden Elbepegels bereiten sich die Menschen in gefährdeten Gebieten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auf das Schlimmste vor. Aufgehoben wurde der Katastrophenalarm in Bayern für Regensburg und den niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen. In Österreich und auch in der tschechischen Hauptstadt Prag entspannte sich die Situation weiter.
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