Umfrage: Robbie Williams ist die Nummer eins: Deutsche mögen Briten lieber als Briten Deutsche
zuletzt aktualisiert: 03.07.2003 - 09:12London (rpo). Deutschland hat keinen Promi, der die Briten beeindruckt. So jedenfalls kann man das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Goethe-Institut und British Council lesen.
Robbie Williams ist demnach für die meisten jungen Deutschen der berühmteste Brite. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Prinzessin Diana und die Queen. Die Mehrheit der Briten konnte indes keine deutsche Berühmtheit angeben. Am ehesten nannten die Befragten noch Claudia Schiffer.
Fast die Hälfte der jungen Deutschen (48 Prozent) hat laut Umfrage eine positive Einstellung zu Großbritannien: Als Gründe wurden die englische Sprache, die Monarchie und das moderne und multikulturelle Land genannt. Elf Prozent der Befragten in der Bundesrepublik offenbarten eine negative Sicht auf das britische Königreich. Dabei spielten politische Gründe eine Rolle, insbesondere die enge Beziehung zu den USA, der Irak-Krieg sowie die kritische Haltung zur Europäischen Union.
Unter den jungen Briten äußerten sich den Ergebnissen zufolge 37 Prozent positiv über Deutschland. Bier, Bildung und Sport waren für das Urteil ausschlaggebend; Wirtschaftskraft und Qualitätsautos wurden weniger häufig genannt. 17 Prozent der befragten Briten zeigten eine negative Einstellung zur Bundesrepublik. Als Gründe führten sie an: Erinnerung an deutschen Militarismus, rechts-extremistische Tendenzen, Mangel an Manieren und Humor. Zudem wird Deutschland laut Umfrage nicht als "trendy" empfunden.
Großbritannien spielt im Leben der jungen Deutschen eine größere Rolle als Deutschland bei den Briten: Etwa die Hälfte der Befragten aus der Bundesrepublik war nach eigenen Angaben schon einmal im Vereinigten Königreich. Dagegen besuchte erst ein Drittel der jungen Engländer die Bundesrepublik. 98 Prozent der befragten Deutschen sprechen Englisch, ein Viertel davon sehr gut. Bei den Briten gab weniger als ein Viertel der Umfrageteilnehmer an, etwas Deutsch zu können.
Das Meinungsforschungsinstitut GfK befragte in Deutschland und Großbritannien jeweils 1.000 junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren.
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