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Rock am Ring & Co.
11 Möglichkeiten, ein verregnetes Festival zu überleben

Rock am Ring 2015: Gewitter zerstört Zelte
Rock am Ring 2015: Gewitter zerstört Zelte FOTO: dpa, tfr bsc
Düsseldorf. Tradition verpflichtet – auch Rock am Ring 2016, das am Freitag beginnt, wird ziemlich verregnet. Doch Festivals machen auch bei schlechtem Wetter Spaß. Unsere überwiegend seriösen Tipps. Von Sebastian Dalkowski

  1. Müllsäcke en masse mitnehmen. Sie sind so vielseitig einsetzbar wie ein Schweizer Taschenmesser. Man kann Regenjacken aus ihnen basteln, in dem man am geschlossenen Ende einfach ein Loch für den Kopf und an der Seite zwei für die Arme schneidet. Man kann darin Dinge verstauen, die nicht nass werden dürfen. Man kann damit den Zeltboden auslegen. Das Tollste: Müll sammeln lässt sich darin auch.
  2. Auch das Zelt vor Regen schützen. Irgendwann ist auch das teuerste Outdoor-Hotel am Rande seiner Möglichkeiten. Die richtige Standortwahl fürs Zelt ist die halbe Miete. Möglichst an der höchsten Stelle des Platzes campieren, dann fließt das Wasser vom Zelt weg. Über das Zelt eine Plane spannen und unter das Zelt eine Plane legen. Die schützt auch vor Schäden durch spitze Gegenstände. Nur sollte die Plane nicht unter dem Zelt hervorschauen, sonst sammelt sich dort der gesamte Regen.
  3. Aufpassen, dass man nicht selbst die Nässe ins Zelt bringt. Ist der Platz vor dem Zelt matschig, dann lassen sich darüber eine Folie oder Bretter legen. Die matschigen Schuhe und andere nasse Klamotten im Vorzelt lassen. Und weil es bei Regen abkühlt, kondensiert Körperwärme ziemlich schnell an der Zeltinnenwand – das heißt: Lüften nicht vergessen.
  4. Ordnung ist immer gut. Aber Ordnung in Zeiten des Unwetters ist noch besser. Also genau überlegen, wo was verpackt und verstaut werden soll, und diese Ordnung dann auch halten. Nach der Rückkehr vom Konzert nachts um zwei erst noch das Handtuch suchen zu müssen, erhöht den Spaß nicht unbedingt.
  5. Neue Bekanntschaften schließen. Es ist sowieso immer eine gute Idee, neue Leute kennenzulernen, aber im Falle eines Unwetters kann es Gold wert sein. Vielleicht haben die neuen Freunde ja noch eine Regenjacke übrig oder ein großes Pavillon-Zelt, unter dem man die schlimmsten Schauer überstehen kann.
  6. Nur überdachte Konzerte gucken. Auch Open-Air-Festivals gehen dazu über, kleinere Bühnen in Zelten, also sehr großen Zelten, unterzubringen. Bei Rock am Ring ist das zum Beispiel das "Alternatent". Dann fühlt man sich zwar wie ein verweichlichter Stadtmensch, aber immerhin schmatzen die Schuhe nicht bei jedem Schritt.
  7. Das hier ist ein echter Insider: Wirklich wasserdichte Regenjacke anziehen und nie ohne Gummistiefel das Zelt verlassen. Wer mehr Angst vorm Regen hat, schlüpft auch noch in eine Regenhose. Regenschirme aber bitte nicht mit zum Konzert nehmen. Die Zuschauer dahinter werden es einem danken.
  8. Hotelzimmer nehmen. Nichts ist schöner, als nach einem verregneten Festivaltag eine Dusche zu nehmen, in einen Bademantel zu schlüpfen und in ein frisch gemachtes Bett zu fallen. Am nächsten Morgen muss man sich nicht einmal um den Kaffee kümmern. Einziges Problem: Es gibt auch andere Leute, die auf diese Idee gekommen sind. Also entweder früh buchen oder täglich lange Autofahrten zum Festival in Kauf nehmen.
  9. Rockstar werden. Die auftretenden Künstler müssen sich fast gar keine Gedanken um das Wetter machen. Sie übernachten im Bus oder im Hotel, der Backstage-Bereich und die Bühne sind überdacht. Nur nicht vergessen, mindestens einmal während des Konzerts den Fans dafür zu danken, dass sie im Regen ausharren.
  10. Wenn es gar nicht anders geht – zuhause bleiben, Dose Ravioli warm machen und das Festival im Live-Stream gucken. Eine Übersicht für die Livestreams von Rock am Ring gibt es hier.
  11. Einfach alle vorangegangen Tipps ignorieren und sich voll und ganz dem Unwetter hingeben. Durch den Matsch wälzen, im Dauerregen Dosenbier trinken und überhaupt keine Schuhe oder gar eine Regenjacke anziehen. Alles auf eigene Gefahr. 
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