Kind täuschte Suizid vor: 13-Jähriger nach 130 Straftaten in Psychiatrie
zuletzt aktualisiert: 10.11.2009 - 15:20Hemsbach (RPO). Nach seiner 130. Straftat und einem spektakulären Fluchtversuch ist ein 13-Jähriger in Hemsbach im Rhein-Neckar-Kreis in die Kinderpsychiatrie eingewiesen worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatten Beamte den Schüler am Montagabend nach einem Einbruch in ein Wohnhaus mit Diebesgut erwischt.
Eine Zeugin hatte den Jungen auf einem Grundstück entdeckt und Verdacht geschöpft. Die Polizei fand den Jungen in einem Busch und nahm ihn nach kurzer Verfolgungsjagd fest. Er hatte mehrere gestohlene Mobiltelefone, Messer und ein mobiles Navigationsgerät bei sich.
Junge simulierte Selbstmordversuch
Auf der Fahrt zum Revier schlug das Kind wild um sich und täuschte schließlich auf der Dienststelle einen Selbstmordversuch vor. Der Schüler legte sich seinen Pullover um den Hals und hielt die Luft an.
Das Schauspiel war so überzeugend, dass die Polizisten mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung begannen. Ein Rettungswagen brachte den Jungen in eine Kinderklinik. Als der Wagen vor dem Krankenhaus anhielt, flüchtete das Kind durch die Hecktür. Sanitäter und Polizisten konnten ihn jedoch einfangen und zur Untersuchung bringen.
Anschließend wurde er in eine Kinderpsychiatrie gebracht. Er ist nun in der geschlossenen Abteilung untergebracht. Der Junge war bereits zuvor 129 Mal polizeilich in Erscheinung getreten, überwiegend durch Einbrüche und Diebstähle in Nordbaden und Südhessen.
Der Junge war am 2. November in ein Kinderheim gebracht worden, dort aber schon am darauffolgenden Tag ausgebüxt.
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