Nach Amokalarm in St. Augustin: 16-Jährige in Jugendpsychiatrie eingewiesen
zuletzt aktualisiert: 13.05.2009 - 12:13Bonn (RPO). Nach dem gescheiterten Brandschlag auf ein Gymnasium in Sankt Augustin bei Bonn ist die 16-jährige Tatverdächtige in die Psychiatrie eingewiesen worden. Die selbstmordgefährdete Gymnasiastin befinde sich in einer "geschlossenen jugendpsychiatrischen Einrichtung."
Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn am Mittwoch mit. Ein zuvor erlassener Haftbefehl gegen die Schülerin wurde demnach außer Vollzug gesetzt. Bei einer Entlassung aus der Psychiatrie würde die 16-Jährige demnach allerdings in die Untersuchungshaft gebracht.
Das Mädchen hatte nach Angaben der Ermittler am Montag einen Rucksack mit zehn Molotow-Cocktails zum Albert-Einstein-Gymnasium in Sankt Augustin gebracht. Von dem Brandanschlag wurde die Gymnasiastin womöglich nur durch ein Zusammentreffen mit einer 17-jährigen Mitschülerin auf der Toilette abgehalten.
Die 16-Jährige fügte ihrer Mitschülerin mit einem Messer schwere Verletzungen an Arm und Hand zu und flüchtete anschließend. Am späten Montagabend stellte sich sie dann der Bundespolizei im Kölner Hauptbahnhof.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ die Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Köln am Dienstagabend Haftbefehl gegen die Verdächtige, wie die Strafverfolgungsbehörde weiter mitteilte.
Der Schülerin werden versuchter Mord, das Vorbereiten einer Sprengstoffexplosion sowie Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz vorgeworfen. Die Unterbringung in der Jugendpsychiatrie verfügte laut Staatsanwaltschaft eine Familienrichterin des Amtsgerichts Siegburg auf Antrag der Eltern des Mädchens.
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