Berlin-Zehlendorf: 16-Jähriger gesteht Mord an Siebenjährigem
zuletzt aktualisiert: 30.08.2005 - 13:11Berlin (rpo). Das Gewaltverbrechen an dem siebenjährigen Christian Schaldach aus Berlin-Zehlendorf ist offenbar aufgeklärt: Ein 16-Jähriger hat zugegegeben, den Schüler am Samstag auf einen Spielplatz erschlagen zu haben.
Der 16-Jährige sollte noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Haftbefehl wegen Mordes. Wie der Leiter des Morddezernates, Andre Rauhut, auf einer Pressekonferenz berichtete, kannte der Jugendliche Christian seit Jahren aus der Nachbarschaft. Die Ermittler waren dem 16-Jährigen über DNA-Spuren auf die Spur gekommen, die an der Leiche gefunden wurden. Die Mordkommission hatte unter Jugendlichen ermittelt, die sich häufig in der Nähe des Fundortes der Leiche trafen.
Der 16-Jährige war am Montagabend vorläufig festgenommen worden. Nach anfänglichem Leugnen gestand er die Tat. Der Jugendliche habe angegeben, Christian in der Nähe des Spielplatzes mehrfach auf den Kopf geschlagen zu haben. Anschließend habe er ihn entkleidet und unter einer Plane versteckt. Sexuelle Motive schließen die Ermittler weitgehend aus. "Eine sexuelle Komponente können wir im Moment überhaupt nicht erkennen", hieß es. "Im Gegenteil, davon rücken wir immer weiter ab."
Der Vater hatte die Leiche seines siebenjährigen Sohns am Samstagmittag in der Nähe der elterlichen Wohnung auf einem ehemaligen Firmengelände gefunden. Der Junge lag nackt unter einer Plane versteckt im Gebüsch. Er starb laut Obduktion an massiven Kopfverletzungen. Der Vater hatte seinen Jungen gesucht, nachdem dieser nicht vom Spielen nach Hause gekommen war.
Der Täter ist laut Staatsanwaltschaft bereits als Gewalttäter registriert. Gegen ihn habe bereits ein Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung vorgelegen, sagte Rauhut. Dieser sei jedoch gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt gewesen.
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