TÜV Rheinland prüft: 16 Spielplatz-Sperrungen wegen Lebensgefahr
zuletzt aktualisiert: 04.06.2009 - 15:16Berlin (RPO). Verfaultes Holz, rostiges Metall, hervorstehende Schrauben: Die Verletzungsgefahr auf Deutschlands Spielplätzen ist für Kinder extrem hoch. Der TÜV Rheinland überprüfte 75 Spielplätze in 15 deutschen Städten und entdeckte dabei in fast allen Fällen schwere Wartungs- und Sicherheitsmängel.
Von den 75 getesteten Anlagen in 15 deutschen Städten waren nur sechs einwandfrei. Auf 69 Spielplätzen entdeckte der TÜV Rheinland zum Teil verheerende Wartungs- und Sicherheitsmängel.
In 16 Fällen forderten die Sachverständigen eine sofortige Sperrung der Spielgeräte, da für die Kinder Lebensgefahr bestand. Die Untersuchung fand im Auftrag von "Bild der Frau" statt. Grundlage der Kontrollen war die EN-Norm 1176 (für Geräte ab 1998). Darin ist beschrieben, wie die einzelnen Spielgeräte auszusehen haben, wie sie befestigt und aufgebaut werden müssen.
Verschleiß und Fehlkonstruktionen
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen reagierte alarmiert: "Das muss alle Verantwortlichen wachrütteln!", sagte sie laut "Bild der Frau". Den TÜV-Prüfern zufolge gehen die größten Gefahren vom Verschleiß und der Fehlkonstruktion bei Klettergerüsten aus. Weitere Sicherheitsmängel seien verfaultes Holz, rostiges Metall, vorstehende Schrauben, riskante Rutschen, spitze Steine und scharfkantige Mauern um die Spielplätze.
Bereits 2005 hat der TÜV Rheinland im Auftrag des Blattes 50 Spielplätze überprüft. Schon damals waren die Ergebnisse verheerend. Auf 49 Platzen entdeckten die Experten tückische Unfallfallen. In 15 Fällen wurde der Platz wegen Lebensgefahr für die Kinder sofort gesperrt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







