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Dreieinhalb Jahre Haft: 18-Jähriger schüttelte Baby zu Tode

zuletzt aktualisiert: 16.08.2007 - 15:36

Oldenburg (RPO). Ein 18-jähriger Vater aus Niedersachsen muss für drei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis, weil er sein Baby zu Tode geschüttelt hat. Das Landgericht Oldenburg verurteilte den jungen Mann wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Der 18-Jährige hatte seinen dreieinhalb Monate alten weinenden Sohn am 8. März dieses Jahres so heftig geschüttelt, dass der Junge wenig später starb.

Das Gericht blieb mit seinem Urteil deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft nach sieben Jahren Haft wegen Totschlags. Die Richter gingen aber auch über den Antrag der Verteidigung hinaus, die zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragt hatte.

Mach Angaben des 18-Jährigen bei der Polizei hatte er den kleinen Jungen in der Nacht nur beruhigen wollen, weil dieser anhaltend geschrien habe. Dabei habe er den Säugling an den Armen gehalten und geschüttelt. Am folgenden Morgen habe das Kind lethargisch gewirkt, woraufhin der Vater es mit unter die Dusche genommen habe. Dort habe plötzlich die Atmung des Babys ausgesetzt, Wiederbelebungsversuche seien ergebnislos geblieben.

Die Richter hatten nicht feststellen können, dass der Angeklagte das tödliche Schütteltrauma billigend in Kauf genommen oder damit gerechnet hätte. Die Körperverletzung sei jedoch vorsätzlich geschehen. Bei der Obduktion der Babyleiche waren seinerzeit auch weitere Verletzungen festgestellt worden.

Zu Gunsten des Angeklagten ließ das Gericht gelten, dass der 18-Jährige ein liebevoller Vater gewesen sei, noch selbst versucht habe, das Kind wiederzubeleben, und zum Zeitpunkt der Tat in einer familiären Stresssituation gelebt habe. Zudem habe er die Misshandlung des Babys nach der Festnahme gestanden.

Quelle: ap

 
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