Gedenkfeier zur Befreiung im Jahr 1945: 180 KZ-Überlebende in Bergen-Belsen
zuletzt aktualisiert: 18.04.2010 - 13:00Bergen-Belsen (RPO). Rund 180 KZ-Überlebende aus Israel, den USA und Europa haben am Sonntag in der Gedenkstätte Bergen-Belsen an der zentralen Gedenkfeier zur Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers vor 65 Jahren teilgenommen. An der Veranstaltung nahmen auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) teil.
"Ich bin überwältigt davon, dass so viele Überlebende des Konzentrations- und Gefangenenlagers Bergen-Belsen die beschwerliche, weite Reise auf sich genommen haben, um hier, am Ort der Leiden und der Unmenschlichkeit - gemeinsam mit uns - zu erinnern und zu gedenken", sagte Neumann. Als Zeitzeugen hätten die Überlebenden der Lager maßgeblich zur Aufklärung über die Verbrechen des NS-Regimes beigetragen.
Wulff betonte in seiner Ansprache laut Redemanuskript: "Wir müssen heute und in Zukunft jeder Form von Gewalt und Unterdrückung, von Ausgrenzung und Verfolgung entgegen treten." Sich der Verbrechen an diesem Ort zu erinnern und über sie nachhaltig aufzuklären trage dazu bei, stets für die unbedingte Würde des Menschen einzutreten.
In dem Kriegsgefangenen- und Konzentrationslager kamen zwischen 1941 und 1945 mehr als 70 000 Menschen ums Leben, darunter neben 50 000 jüdischen Häftlingen auch 20 000 sowjetische Kriegsgefangene. Rund 12 000 Überlebende starben noch nach der Befreiung des Lagers an den Folgen der Haftbedingungen. Die Gedenkstätte Bergen-Belsen erinnert daran seit 1952.
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