Beim elften Castortransport war der Widerstand so groß wie schon lange nicht mehr. Atomgegner wenden in ihrem Widerstand zum Teil radikale Methoden an. Ein Überblick.
Betonpyramide
Auf dem letzten Teilstück schlossen sich Bauern in selbstgebaute Betonpyramiden ein.
Die Hängeblockade
Eine Aktivistin von Robin Wood hat sich an einem Seil hoch über dem Erdboden aufgehängt.
Bis die Höhenretter der Polizei mit dem nötigen Material vor ort sind, können Stunden vergehen.
Lächerlich machen
Clowns stehen der Polizei gegenüber. So weisen die Demonstranten auf die Übermacht des Staates hin, signalisieren so indirekt Unschuld und Harmlosigkeit. Von buntem Protest ist oft die Rede.
Die Traktorblockade
Im Wendland sind die Bauern traditionell ein Teil des Protestes.
Die Traktoren werden verkeilt, oft die Räder abmontiert, damit die Polizei die Fahrzeuge nicht wegfahren kann.
Brennende Felder
Demonstranten zünden Strohballen an, um dem Transport zu behindern.
Ein Rapsfeld brannte lichterloh.
Die Sitzblockade
Hunderte Gegner blockierten Straßen und Zufahrten.
Gewaltlos, aber störrisch. Keiner verlässt freiwillig die Straße.
Die Polizei muss die Widerständler wegtragen.
Schwieriger wird es, wenn Demonstranten auch noch Widerstand leisten. Sowohl Polizei als auch Atomgegner beklagen Verletzte.
Oder auch ziehen. So oder so bleibt es für die Polizei eine extrem aufwändige und zeitraubende Methode.
Gerne werden die Straßen auch regelrecht mit Lagern bebaut.
Ziviler Widerstand
Schon beim Protest gegen Pro Deutschland in Köln waren auch Kinder im Geschehen verwickelt. Der Protest zieht sich quer durch die Gesellschaft, lautet die Botschaft.
Auch in Gorleben zeigt sich, dass auch Familien, Junge und Alte auf die Straße gehen. Kritiker sagen, dass die Widerstandsbewegung Kinder instrumentalisiert.