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Schwerer Unfall in Essen
31 Verletzte bei Kollision von Straßenbahnen

Schwerer Unfall in Essen: 31 Verletzte bei Kollision von Straßenbahnen
Nach einem schweren Straßenbahnunfall in Essen, bei dem rund 30 Menschen verletzt wurden, untersuchen Einsatzkräfte den Unfallhergang. FOTO: dpa, Armin Thiemer
Düsseldorf. Bei einer Kollision von drei Straßenbahnen in Essen sind 31 Personen verletzt worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden acht Menschen so schwer verletzt, dass sie in Krankenhäuser eingeliefert wurden.

Der Unfall ereignete sich an einer viel befahrenen Straßenkreuzung rund zehn Minuten Fußweg vom Essener Hauptbahnhof entfernt.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler warteten am Nachmittag zwei Bahnen an der Haltestelle "Hollestraße", als eine dritte Straßenbahn von hinten auffuhr. Ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen Grund des Unfalls ist, war zunächst unklar, wie der Polizeisprecher sagte.

"Einer dieser Züge wiegt etwa 40 Tonnen, so dass durch den Aufprall enorme Kräfte freigesetzt wurden", erläuterte die Essener Feuerwehr. "Entsprechend heftig war die Krafteinwirkung auf die Fahrgäste und auch auf die Züge, die schwer beschädigt sind."

Die Gründe für die Kollision sind bisher nicht bekannt. Zur Klärung des Unfalls setzt die Polizei auch auf die Fahrtenschreiber, die sichergestellt und ausgewertet werden sollten. "Ein Polizeihubschrauber kreist zur Zeit über der Unfallstelle und fertigt Luftaufnahmen zur Beweissicherung", berichtete die Polizei am Abend. Die Bahnstrecke und die Steeler Straße, auf der sich der Unfall ereignete, werden voraussichtlich noch bis in den Abend hinein voll gesperrt sein, sagte Lindemann.

Am Vormittag war es in Essen bereits zu einem Unfall mit einer Straßenbahn gekommen, als ein Bagger die Seite der Bahn auf einer Länge von fast 20 Metern aufgerissen hat. Eine 24 Jahre alte Mutter und ihre fünfjährige Tochter sowie der Baggerfahrer seien bei dem Unfall leicht verletzt worden.

Der Bagger hatte wohl einen im Baustellenbereich festgefahrenen Laster herausziehen wollte. Dabei habe die Baggerschaufel einen unbeabsichtigten Schwenk gemacht und sei gegen die vorbeifahrende Bahn geprallt. Während das Kleinkind Prellungen erlitten habe, sei die Mutter durch Scherben verletzt worden. Die anderen 15 Fahrgäste konnten die Bahn laut Feuerwehr unverletzt verlassen.

(lnw/sap/felt)
 
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